Skoda Roomster
Bewährter Vierzylinder-Saugmotor (EA113-Abkömmling) mit Zahnriemenantrieb. Grundsolide Konstruktion, aber Zahnriemen und Wasserpumpe sind Pflichttauschteile. Ventilschaftdichtungen verschleißen im Alter. Kühlsystemprobleme, insbesondere am Thermostat, sind dokumentiert.
102 PS — bester Benzin-Roomster
77 kW im Roomster: endlich ausreichend motorisiert. Für den Hochdachkombi eine solide Wahl.
Motor-Schwachstellen 3
Der BSE hat einen Zahnriemen mit empfohlenem Tausch bei 180.000 km bzw. alle 5 Jahre. Wird der Intervall versäumt, droht beim Reißen ein Motorschaden durch auftreffende Ventile.
Symptome: Kein Frühwarnsymptom — Reißen erfolgt ohne Vorwarnung. Neue Werkzeuge zeigen evtl. leichtes Flattern bei Sichtprüfung.
Bei höheren Laufleistungen (ab ca. 100.000–150.000 km) verschleißen Ventilschaftdichtungen und Kolbenringe zunehmend. In dokumentierten Fällen wurden bis zu 700 ml/1000 km Verbrauch gemessen.
Symptome: Blaue Rauchwolken beim Kalt- oder Warmstart, sinkender Ölstand bei äußerlich dichtem Motor, blaue Rauchwolken nach Schubphase.
Am 1.6 MPI sind Thermostatdefekte bekannt, bei denen die Betriebstemperatur nicht erreicht wird oder beim höheren Drehzahlbereich einbricht. Nur Originalteile beheben das Problem zuverlässig.
Symptome: Kühlwassertemperaturzeiger steigt nicht auf Normalniveau (90 °C), Heizung gibt wenig Wärme ab, Temperatur bricht bei Autobahnfahrt ein.
Fahrzeug-Schwachstellen 8
Der Roomster neigt zu Durchrostungen an der Heckklappe (besonders oben links neben dem Grifföffner), den hinteren Radkästen und unter den Türeinstiegsleisten. Der Rost kommt von innen nach außen durch. Betroffen vor allem Baujahre 2006–2010.
Die Radbremszylinder der hinteren Trommelbremse werden ab ca. 80.000 km undicht. Bremsflüssigkeit tritt aus und kontaminiert die Bremsbacken.
Die Querlenkerbuchsen der Vorderachse nutzen sich beim Roomster überdurchschnittlich schnell ab. Frühversager ab 50.000 km möglich. Ursache: ursprüngliches Design mit nur zwei Stützrippen statt vier.
Elektrische Fensterheber-Steuergeräte des Roomster versagen sporadisch oder dauerhaft, häufig durch Feuchtigkeitseinbruch über Dichtungen. Defekte Schalter und korrodierte Steckverbindungen sind weitere Ursachen.
Die Dichtung der Dachantenne wird porös und lässt Wasser eintreten, das sich im Dachhimmel oder im Innenraum sammelt. Feuchte Dachhimmel und muffiger Geruch sind die typische Folge.
Die Zentralverriegelung des Roomster reagiert sporadisch nicht auf Funksignal oder entriegelt Türen nicht vollständig. Ursache sind oft korrodierte Türschlösser, Kabelbrüche im Türübergang oder ein defektes Bordnetzsteuergerät.
Die Lenksäule entwickelt ein Knarzen beim Lenken, besonders bei Kälte. Trockene Kreuzgelenke in der Lenksäule sind häufige Ursache.
Der Vorwiderstand des Innenraumgebläses brennt durch, wodurch das Gebläse nur noch auf höchster Stufe funktioniert. Überhitzung durch verschmutzten Pollenfilter begünstigt den Defekt.
Berichte & Tests
Der Roomster zeigt im Vergleich zu anderen Konzernfahrzeugen auffällig schlechte TÜV-Ergebnisse. Beleuchtung, Ölverlust und Fahrwerk bereiten mit zunehmendem Alter erhebliche Probleme.