Skoda Roomster
1.4L Saugbenziner aus der EA111-Familie, 63kW. Technologisch ausgereifter Motor mit obenliegender Nockenwelle und Zahnriemenantrieb. Zuverlässiger als Turbovarianten, aber Zylinderkopfdichtung und Zündspule sind bekannte Schwachstellen.
86 PS — gerade ausreichend
63 kW im Roomster: der Mindestmotor für halbwegs entspanntes Fahren. Reicht für die Stadt.
Motor-Schwachstellen 3
Die Zylinderkopfdichtung des 1.4 MPI gilt als bekannte Schwachstelle. In der Skoda Community wurden mehrfach Ausfälle bereits ab 17.000–60.000 km dokumentiert. Ursache teils fehlerhafte Werksmontage.
Symptome: Kühlmittelverlust ohne sichtbare äußere Leckage. Mayonnaise-Schicht am Öldeckel. Weißer Rauch aus dem Auspuff.
Bei Zahnriemenriss des CGGB werden die Ventile zwangsläufig verbogen — der Motor ist kein Freiläufer. Zahnriemen alle 90.000–120.000 km wechseln.
Symptome: Plötzliches Absterben des Motors während der Fahrt. Lautes Schlaggeräusch aus dem Motorraum.
Die Zündspule des 1.4 MPI CGGB fällt wiederholt aus — einzelne Besitzer berichten von drei Ausfällen innerhalb eines Jahres. VAG-weites bekanntes Problem dieser Motorenfamilie.
Symptome: Zündaussetzer, ruckeliger Motorlauf. Deutlicher Leistungsabfall, Motor läuft auf weniger Zylindern.
Fahrzeug-Schwachstellen 8
Der Roomster neigt zu Durchrostungen an der Heckklappe (besonders oben links neben dem Grifföffner), den hinteren Radkästen und unter den Türeinstiegsleisten. Der Rost kommt von innen nach außen durch. Betroffen vor allem Baujahre 2006–2010.
Die Radbremszylinder der hinteren Trommelbremse werden ab ca. 80.000 km undicht. Bremsflüssigkeit tritt aus und kontaminiert die Bremsbacken.
Die Querlenkerbuchsen der Vorderachse nutzen sich beim Roomster überdurchschnittlich schnell ab. Frühversager ab 50.000 km möglich. Ursache: ursprüngliches Design mit nur zwei Stützrippen statt vier.
Elektrische Fensterheber-Steuergeräte des Roomster versagen sporadisch oder dauerhaft, häufig durch Feuchtigkeitseinbruch über Dichtungen. Defekte Schalter und korrodierte Steckverbindungen sind weitere Ursachen.
Die Dichtung der Dachantenne wird porös und lässt Wasser eintreten, das sich im Dachhimmel oder im Innenraum sammelt. Feuchte Dachhimmel und muffiger Geruch sind die typische Folge.
Die Zentralverriegelung des Roomster reagiert sporadisch nicht auf Funksignal oder entriegelt Türen nicht vollständig. Ursache sind oft korrodierte Türschlösser, Kabelbrüche im Türübergang oder ein defektes Bordnetzsteuergerät.
Die Lenksäule entwickelt ein Knarzen beim Lenken, besonders bei Kälte. Trockene Kreuzgelenke in der Lenksäule sind häufige Ursache.
Der Vorwiderstand des Innenraumgebläses brennt durch, wodurch das Gebläse nur noch auf höchster Stufe funktioniert. Überhitzung durch verschmutzten Pollenfilter begünstigt den Defekt.
Berichte & Tests
Der Roomster zeigt im Vergleich zu anderen Konzernfahrzeugen auffällig schlechte TÜV-Ergebnisse. Beleuchtung, Ölverlust und Fahrwerk bereiten mit zunehmendem Alter erhebliche Probleme.