Skoda Roomster
Einfacher Dreizylinder-Saugmotor mit 12V-Steuerkette statt Zahnriemen. Die Kette neigt ab ca. 100.000 km zum Längen und ist eine bekannte Schwachstelle. Ölverbrauch durch verschleißende Ventilschaftdichtungen tritt häufig im höheren Alter auf. Für kurze Strecken geeignet, beim Kauf auf Kettenzustand und Ölstand achten.
69 PS Benziner — nicht genug
51 kW MPI im schweren Roomster: quälend langsam bei Beladung.
Motor-Schwachstellen 3
Die Steuerkette des 3-Zylinder-Saugmotors neigt ab ca. 100.000–130.000 km zur Längung. Rasseln beim Kaltstart ist das typische Frühwarnsignal. Wird die Kette zu spät getauscht, können Ventile verbogen werden.
Symptome: Metallisches Rasseln beim Kaltstart, das nach Betriebstemperatur nachlässt. Bei fortgeschrittenem Schaden: Leistungsverlust, Motorstopp oder Zündaussetzer.
Bei höheren Laufleistungen und älteren Exemplaren verschleißen die Ventilschaftdichtungen. Der Motor verbraucht dann 0,5–1,0 l/1000 km, was von Skoda noch als tolerierbar eingestuft wird, aber ein Warnsignal ist.
Symptome: Blaue Rauchwolken beim Start oder nach Standgasphase, sinkender Ölstand bei äußerlich dichtem Motor.
Die Drosselklappe des 1.2 HTP neigt zu Verschmutzung und Fehlfunktion. Das Steuergerät aktiviert das Notlaufprogramm, der Motor begrenzt Drehzahl und Geschwindigkeit.
Symptome: Motorwarnleuchte leuchtet, Motor läuft im Notlaufprogramm (max. 3000 U/min / 60 km/h), Stottern beim Anfahren und bei niedriger Geschwindigkeit.
Fahrzeug-Schwachstellen 8
Der Roomster neigt zu Durchrostungen an der Heckklappe (besonders oben links neben dem Grifföffner), den hinteren Radkästen und unter den Türeinstiegsleisten. Der Rost kommt von innen nach außen durch. Betroffen vor allem Baujahre 2006–2010.
Die Radbremszylinder der hinteren Trommelbremse werden ab ca. 80.000 km undicht. Bremsflüssigkeit tritt aus und kontaminiert die Bremsbacken.
Die Querlenkerbuchsen der Vorderachse nutzen sich beim Roomster überdurchschnittlich schnell ab. Frühversager ab 50.000 km möglich. Ursache: ursprüngliches Design mit nur zwei Stützrippen statt vier.
Elektrische Fensterheber-Steuergeräte des Roomster versagen sporadisch oder dauerhaft, häufig durch Feuchtigkeitseinbruch über Dichtungen. Defekte Schalter und korrodierte Steckverbindungen sind weitere Ursachen.
Die Dichtung der Dachantenne wird porös und lässt Wasser eintreten, das sich im Dachhimmel oder im Innenraum sammelt. Feuchte Dachhimmel und muffiger Geruch sind die typische Folge.
Die Zentralverriegelung des Roomster reagiert sporadisch nicht auf Funksignal oder entriegelt Türen nicht vollständig. Ursache sind oft korrodierte Türschlösser, Kabelbrüche im Türübergang oder ein defektes Bordnetzsteuergerät.
Die Lenksäule entwickelt ein Knarzen beim Lenken, besonders bei Kälte. Trockene Kreuzgelenke in der Lenksäule sind häufige Ursache.
Der Vorwiderstand des Innenraumgebläses brennt durch, wodurch das Gebläse nur noch auf höchster Stufe funktioniert. Überhitzung durch verschmutzten Pollenfilter begünstigt den Defekt.
Berichte & Tests
Der Roomster zeigt im Vergleich zu anderen Konzernfahrzeugen auffällig schlechte TÜV-Ergebnisse. Beleuchtung, Ölverlust und Fahrwerk bereiten mit zunehmendem Alter erhebliche Probleme.