Skoda Yeti
Der 1.2L TSI (EA111) mit Code CBZB ist strukturell anfällig für Steuerkettenlängung — ein Konstruktionsfehler wurde erst ab Oktober 2011 behoben. Vor diesem Datum gebaute Motoren gelten als erhöhtes Risiko. Der Turbolader der ersten Generation neigt zum Festlaufen, was Skoda intern bekannt war. Mit regelmäßigem Ölwechsel und kontrollierter Kurzstreckenvermeidung kann der Motor 130.000 km+ erreichen.
1.2 TSI im Yeti — unteres Limit
77 kW im 1,3-Tonnen-Yeti: funktioniert auf ebener Strecke, auf Steigungen spürbar untermotorisiert.
Motor-Schwachstellen 4
Motoren vor Oktober 2011 (CBZA/CBZB/CBZC) sind konstruktionsbedingt anfällig für Steuerkettenlängung durch fehlerhafte Kettenspanner und verschlissene Gleitschienen. Schäden ab 30.000 km möglich.
Symptome: Metallisches Rasseln beim Kaltstart, rauer Leerlauf, im Extremfall Motorausfall durch Zahnsprung der Kette.
Der Turbolader der ersten 1.2 TSI Generation (EA111) neigt konstruktionsbedingt zum Festlaufen. Skoda war das Problem intern bekannt und führte eine Werkstattaktion (24W6) durch.
Symptome: EPC-Warnleuchte, plötzlicher Leistungsverlust, Motor erholt sich nach Neustart kurzzeitig, dann erneuter Ausfall.
Der EA111 TSI verbraucht durch direkte Einspritzung und Turboaufladung konstruktionsbedingt mehr Öl als Saugmotoren. Problematische Ölabstreifringe können den Verbrauch weiter erhöhen.
Symptome: Häufiges Nachfüllen zwischen den Serviceintervallen nötig, gelegentlich bläulicher Rauch aus dem Auspuff bei Last.
Direkte Einspritzung ohne Benzinspülung der Einlassventile führt zu Koksablagerungen. Schlechtere Verbrennung, erhöhter Verbrauch und Leistungsverlust bei Kurzstreckenbetrieb.
Symptome: Rauer Leerlauf, Leistungsverlust bei mittleren Drehzahlen, erhöhter Kraftstoffverbrauch.
Fahrzeug-Schwachstellen 8
Die elektrohydraulische Haldex-4-Kupplung versagt bei verstopftem Ölfilter oder verbrauchtem Öl. VAG schreibt 60.000-km-Intervall ohne Filterwechsel vor, Haldex empfiehlt 30.000 km mit Filter. Vollschaden kostet über 4.000 €.
Besonders Vorserien-Yeti (bis 2013) rosten an den Türunterkanten unter den Gummidichtungen. Der innere Metallträger der Dichtung zwischen Vorder- und Hintertür oxidiert und bricht schließlich durch. Außerdem Falzrost an Heckklappe.
Die Ablaufschläuche des optionalen Panoramadachs knicken oder verstopfen durch Laub und Insekten. Wasser läuft dann in den Fußraum vorne oder in den Kofferraum. Bekanntes Thema in Skoda-Foren, auch Airbag-Kartuschen können rosten.
Das Lenkgetriebe kann an den Manschetten undicht werden, wodurch Fett austritt. Eindringende Feuchtigkeit beschleunigt den Verschleiß der Zahnstange.
Der Klimakondensator vor dem Kühler wird durch Steinschlag beschädigt und verliert Kältemittel. Besonders bei Fahrzeugen ohne Unterfahrschutz häufig.
Die hinteren Bremssättel neigen zum Festfressen, besonders bei wenig gefahrenen Fahrzeugen oder nach längerem Stehen. Korrodierte Führungsbolzen sind häufig die Ursache.
Die Funkfernbedienung wird sporadisch nicht erkannt, Fahrzeug lässt sich weder ver- noch entriegeln. Ursache ist oft defekter Türkabelbaum oder Fehler in der Steuerelektronik. Kabelbrüche an der Tür verursachen dasselbe Fehlerbild.
Radlager der Vorderachse verschleißen beim Yeti relativ früh, besonders bei häufiger Stadtfahrt oder leichtem Geländebetrieb. Bekanntes Thema in Foren, meist harmlos und günstig reparierbar.
Berichte & Tests
Der Yeti besteht die Hauptuntersuchung mit leicht überdurchschnittlichen Ergebnissen. Lenkanlage, Antriebswellen und Rostschutz sind vorbildlich, lediglich Bremsscheiben und TSI-Steuerketten fallen auf.