Skoda Yeti
Der 1.8L TSI (EA888 Gen2, CDAA) ist durch seinen Ölverbrauch bekannt geworden — ein Konstruktionsproblem der unterdimensionierten Ölabstreifringe, das VAG erst später vollständig behob. Die Steuerkette wurde fünfmal überarbeitet (letzte Version März 2012), was auf anerkannte Konstruktionsschwächen hinweist. Kühlsystem (Thermostat/Wasserpumpe) stellt einen weiteren Schwachpunkt dar. Mit Reparatur der Kolbenringe und regelmäßiger Ölwartung bleibt der Motor langlebig.
TSI 4x4 — versatiler Allrounder
160 PS Allrad-Yeti: genug Kraft für jede Situation, gutes Handling on- und offroad.
Motor-Schwachstellen 4
EA888 Gen2 CDAA-Motoren wurden serienmäßig mit zu dünnen Ölabstreifringen verbaut. Ab ca. 50.000–100.000 km steigt der Verbrauch auf 1–2 L/1.000 km. Zylinderlaufflächen können sekundär beschädigt werden.
Symptome: Häufiges Ölnachfüllen zwischen Inspektionen (bis 3 L), bläulicher Rauch aus dem Auspuff unter Last, Ölverbrennungsgeruch.
VAG überarbeitete den Kettenspanner für den CDAA fünfmal bis März 2012. Trotz der Überarbeitungen treten Kettenschäden ab 70.000–100.000 km auf. Bei Zahnsprung droht schwerer Motorschaden.
Symptome: Metallisches Rasseln beim Kaltstart, rauer unrunder Leerlauf, Motorwarnleuchte, schlimmstenfalls plötzlicher Motorausfall.
Die Wasserpumpe und das Thermostatgehäuse des EA888 Gen2 sind bekannte Schwachstellen. Kühlmittelverlust und Überhitzungsrisiko entstehen typisch ab 100.000 km. Ausbau ist aufwändig (ca. 3 Stunden).
Symptome: Kühlmittelstand sinkt ohne sichtbares Leck, Temperaturanzeige steigt unregelmäßig, Kühlmittelgeruch im Motorraum.
Die Hochdruckeinspritzpumpe des EA888 Gen2 kann spontan versagen und im schlimmsten Fall Metallspäne in den Kraftstoffkreislauf abgeben, was Injektoren, Rail und Leitungen beschädigt.
Symptome: Schlechtes Startverhalten, Motorstottern besonders bei Kaltstart, Fehlercode 'Raildruck zu niedrig', im Extremfall Motor startet nicht mehr.
Fahrzeug-Schwachstellen 8
Die elektrohydraulische Haldex-4-Kupplung versagt bei verstopftem Ölfilter oder verbrauchtem Öl. VAG schreibt 60.000-km-Intervall ohne Filterwechsel vor, Haldex empfiehlt 30.000 km mit Filter. Vollschaden kostet über 4.000 €.
Besonders Vorserien-Yeti (bis 2013) rosten an den Türunterkanten unter den Gummidichtungen. Der innere Metallträger der Dichtung zwischen Vorder- und Hintertür oxidiert und bricht schließlich durch. Außerdem Falzrost an Heckklappe.
Die Ablaufschläuche des optionalen Panoramadachs knicken oder verstopfen durch Laub und Insekten. Wasser läuft dann in den Fußraum vorne oder in den Kofferraum. Bekanntes Thema in Skoda-Foren, auch Airbag-Kartuschen können rosten.
Das Lenkgetriebe kann an den Manschetten undicht werden, wodurch Fett austritt. Eindringende Feuchtigkeit beschleunigt den Verschleiß der Zahnstange.
Der Klimakondensator vor dem Kühler wird durch Steinschlag beschädigt und verliert Kältemittel. Besonders bei Fahrzeugen ohne Unterfahrschutz häufig.
Die hinteren Bremssättel neigen zum Festfressen, besonders bei wenig gefahrenen Fahrzeugen oder nach längerem Stehen. Korrodierte Führungsbolzen sind häufig die Ursache.
Die Funkfernbedienung wird sporadisch nicht erkannt, Fahrzeug lässt sich weder ver- noch entriegeln. Ursache ist oft defekter Türkabelbaum oder Fehler in der Steuerelektronik. Kabelbrüche an der Tür verursachen dasselbe Fehlerbild.
Radlager der Vorderachse verschleißen beim Yeti relativ früh, besonders bei häufiger Stadtfahrt oder leichtem Geländebetrieb. Bekanntes Thema in Foren, meist harmlos und günstig reparierbar.
Berichte & Tests
Der Yeti besteht die Hauptuntersuchung mit leicht überdurchschnittlichen Ergebnissen. Lenkanlage, Antriebswellen und Rostschutz sind vorbildlich, lediglich Bremsscheiben und TSI-Steuerketten fallen auf.