Suzuki Across
Toyota-2,5-Liter-PHEV-Antriebseinheit aus dem RAV4 Prime, unverändert im Suzuki Across verbaut. Der Verbrennungsmotor selbst gilt als zuverlässig; die Schwachstellen liegen im Hochvolt-System. Rückruf 2023 wegen DC-DC-Wandler-Brandgefahr.
RAV4-Technik unter Suzuki-Logo
Der Across ist im Grunde ein Toyota RAV4 PHEV mit anderen Logos – was bedeutet: kompetent, effizient und gut zu fahren, aber ohne eigene Suzuki-Fahrcharakter-DNA.
Motor-Schwachstellen 3
Fertigungsfehler am DC-DC-Wandler (Denso) kann Kurzschluss und Brandgefahr verursachen, besonders beim Laden unter 5 °C Außentemperatur. Rückruf betrifft ca. 43.000 Fahrzeuge BJ 2021–2022.
Symptome: Keine spürbaren Vorwarnsymptome; im schlimmsten Fall Wärmeentwicklung und Brand während des Ladevorgangs
Softwarefehler beim Fahrzeugstart kann dazu führen, dass Tachoanzeige und Warnleuchten nicht angezeigt werden. Betrifft BJ 2023–2025.
Symptome: Instrumententafel zeigt beim Start keine Geschwindigkeit oder Warnanzeigen an
Das Batterie-Management-System startet häufig den Verbrennungsmotor zum Systemschutz, auch wenn die HV-Batterie voll geladen ist.
Symptome: Motor startet obwohl Akku vollgeladen, EV-Modus nicht wählbar
Fahrzeug-Schwachstellen 6
Die Plattform-Basis Toyota RAV4 PHEV war von einem Rückruf wegen möglichen Bremskraftverstärker-Pumpenausfalls betroffen. Längere Bremswege und erhöhtes Unfallrisiko. Auch Across teilt diese Architektur.
Ein Softwarefehler im eCall-Notrufmodul kann das Notrufsystem deaktivieren, wenn die Zündung länger als 10 Minuten ausgeschaltet ist. Ca. 3.566 Fahrzeuge in Deutschland betroffen (Produktion 2020–2022).
Nach manueller ESP-Deaktivierung und Neustart des Motors bei gedrücktem Bremspedal reaktiviert sich das Stabilitätsprogramm nicht automatisch. Ca. 513 Across in Deutschland betroffen (alle bis März 2022).
Nach Standzeiten von etwa vier Wochen ist die 12V-Batterie des Across/RAV4 PHEV leer. Das umfangreiche Elektroniksystem zieht auch im Ruhemodus kontinuierlich Strom aus der kleinen Starterbatterie.
Der DAB+-Radioempfang ist in weiten Teilen Deutschlands unzuverlässig. Nur der Smartphone-Ladungs-USB-Port wird vom System erkannt, andere USB-Anschlüsse im Fahrzeug funktionieren nicht für Medienzugriff.
Das kombinierte Rekuperations- und Reibungsbremssystem des Plug-in-Hybrids wirkt unpräzise: Das Pedal fühlt sich schwammig an und die Dosierung erfordert eine Eingewöhnungsphase. Typisch für PHEV-Architektur.