Toyota Corolla Touring Sports 1.2 Turbo
Toyotas erster Turbo-Benziner für Europa. Direkteinspritzung und Steuerkette, ausreichend Drehmoment für flotten Vortrieb. Bisher keine gravierenden Langzeitprobleme bekannt, gelegentlich erhöhter Ölverbrauch.
Touring Sports mit Turbo-Basis
85 kW 1.2T im Kombi — etwas mehr Gewicht als das Schrägheck, aber TNGA-Qualitäten bleiben spürbar. Für den Alltag völlig ausreichend.
Motor-Schwachstellen 6
Fehlerhafte Verpressung der Hochdruck-Kraftstoffpumpe führt zu Rissen in der Schweißnaht. Kraftstoff kann austreten und sich an heißen Motorteilen entzünden. Betroffen: Bauzeit November 2017 bis November 2022.
Symptome: Kraftstoffgeruch im Motorraum, sinkender Tankstand ohne Erklärung
Frühe Produktionsjahre des 8NR-FTS sind von defekten Zündspulen und inkompatiblem Motorsteuerungssoftware-Stand betroffen. Toyota hat neue Software und Spulen eingeführt.
Symptome: Motorstottern und Fehlzündungen; Motorwarnleuchte; Leistungseinbrüche; Fahrzeug geht in Notlauf
Als Direkteinspritzmotor ohne Kraftstoffspülung an den Einlassventilen bildet der 8NR-FTS starke Koksablagerungen. Das EGR-Ventil muss schon bei ca. 30.000 km gereinigt werden.
Symptome: Ruckeln bei Teillast; Kaltstartprobleme; erhöhter Kraftstoffverbrauch; unruhiger Leerlauf
Das AGR-Ventil und der Einlasskanal verschmutzen aufgrund der Direkteinspritzung ohne Saugrohreinspritzung schnell mit Ölnebel und Verbrennungsrückständen. Reinigung oder Austausch ab ca. 30.000–50.000 km nötig.
Symptome: Leistungsverlust bei niedrigen Drehzahlen, erhöhter Verbrauch, unrunder Leerlauf, Motorkontrollleuchte
Der 8NR-FTS neigt besonders bei Kurzstreckenbetrieb zu erhöhtem Ölverbrauch. Typisch für kleinvolumige Turbo-Benziner mit wassergekühltem Lader. Regelmäßige Ölstandskontrolle empfohlen.
Symptome: Sinkender Ölstand zwischen Ölwechselintervallen, leichter Rauch beim Kaltstart
Das VVT-iW-System produziert bei kaltem Motor kurzzeitige Rasselgeräusche durch die öldruckgeregelte Nockenwellenverstellung. Wechsel zwischen Otto- und Atkinson-Zyklus erzeugt hörbare Geräusche.
Symptome: Kurzes Rasseln oder Klackern direkt nach dem Kaltstart für 1–3 Sekunden
Fahrzeug-Schwachstellen 10
Bei Modellen des Baujahrs 2019 kann der Bremskraftverstärker ausfallen, was einen deutlich verlängerten Bremsweg zur Folge hat.
Kraftstoffpumpen-Flügelrad kann sich verformen und blockieren. Weltweiter Rückruf betrifft auch Corolla E210 Benziner.
Hybridmodelle bremsen an der Hinterachse mechanisch kaum. Bremsscheiben und Bremssättel rosten dadurch schnell fest.
Starterbatterien der frühen Baujahre sind unterdimensioniert und fallen frühzeitig aus. Hauptgrund für schlechte Pannenhäufigkeitswerte 2022.
Im reinen Elektrobetrieb heizt das Fahrzeug sehr langsam auf, da der Verbrenner als Hauptwärmequelle fehlt.
An den elektrischen Heckklappenmotoren sammelt sich durch eine Designschwäche Wasser, das die Motorspindeln rosten lässt. Schon nach 2–3 Jahren können Korrosionsschäden auftreten. Regelmäßiges Fetten der Spindeln hilft vorbeugend.
Die hinteren Schraubenfedern erzeugen Quietschgeräusche durch Reibung am Gummisitz, besonders bei Kälte.
Bei höheren Geschwindigkeiten treten Windgeräusche an der A-Säule auf, verursacht durch unzureichende Türdichtung.
Der elektrische Klimakompressor des Hybrid-E210 erzeugt ein ansteigendes Brummen oder Summen beim Starten, wenn die Klimaanlage bereits aktiv ist. Toyota bezeichnet das Geräusch als systemtypisch, was viele Fahrer als störend empfinden.
Fahrer des E210 berichten über eine wenig direkte Lenkrückmeldung der elektrischen Servolenkung. Bei frühen Modellen können Lenkkorrekturen bei hohem Tempo erforderlich werden. Facelift-Modelle zeigen Verbesserung.
Berichte & Tests
Der aktuelle Corolla verursacht bei der Hauptuntersuchung kaum Probleme. Bremsleitungen und Fußbremse zeigen früh leicht erhöhte Defektraten. Bei Hybridmodellen können Hinterradbremsen durch geringere Nutzung rosten und festgehen.