VW Golf
Common-Rail 2.0 TDI mit 140 PS (EA189). Abgasskandal-Motor. Mit Update grundsolide. Injektoren langlebiger als PD-Variante.
Diesel-Cabrio CR
140 PS TDI im Cabrio: genug Leistung für entspanntes Offenfahren. Ungewöhnlich, aber funktioniert.
Motor-Schwachstellen 7
Der CFFB (103 kW) ist als EA189-Variante zwingend vom Rückruf betroffen. Pflicht-Softwareupdate erhöht die AGR-Aktivierung, was bei schweren Fahrzeugen und Kurzstrecke zu verstärkter AGR-Belastung führt.
Symptome: Erhöhte NOx-Emissionen, nach Update: AGR-Fehlercodes, schwarzer Rauch, Kraftstoffverbrauch erhöht
Der CFFB (EA189) zeigt bekannte Probleme mit dem AGR-Kühler, der Kühlwasser in den Ansaugtrakt leiten kann. Fehlercode P2425 (AGR-Kühlungsventil). Dies kann zum Motorschaden führen.
Symptome: Sporadischer weißer Rauch, Kühlmittelverlust ohne sichtbaren Austritt, Fehlercode P2425, Motor läuft unruhig
Speziell für den CFFB mit 140 PS sind vereinzelte Fälle defekter Kupplungsdruckplatten dokumentiert. Werkstattkosten für Kupplung beim Q3 liegen bei ca. 2.000 €.
Symptome: Schlupf beim Kuppeln, Ruckeln beim Anfahren, Schleifgeräusche, Kupplung greift ungleichmäßig oder spät
Der CFFB gehört zur EA189-Motorenfamilie, die vom VW-Dieselskandal betroffen war. Pflicht-Softwareupdate (Rückrufe 23R7, 23Q7, 23R6, 23S1). Nach Update erhöhtes Risiko für AGR-Ventil-Probleme.
Nach dem Dieselskandal-Update kommt es beim EA189 (CFFB) häufiger zu Verußung und Klemmen des AGR-Ventils. Symptome sind schwarzer Rauch und Ruckeln, Austausch oder Reinigung nötig.
Symptome: Schwarzer Auspuffrauch, Ruckeln im Teillastbereich, erhöhter Kraftstoffverbrauch, selten Motorkontrollleuchte
Bei überwiegendem Kurzstreckenbetrieb kann der DPF nicht vollständig regenerieren und verstopft. Austausch kostet ca. 2.000 €. Regelmäßige Autobahnfahrten sind für Langlebigkeit essenziell.
Symptome: DPF-Warnanzeige, Leistungsreduzierung, häufige Regenerationsversuche, im Extremfall Motornotlauf
Der EA189-Motor entwickelt häufig Defekte an der Turbolader-Druckdose (Fehlercodes P2563/P2564). Die Motorkontrollleuchte leuchtet auf, Leistung wird begrenzt.
Symptome: Motorkontrollleuchte, Leistungsreduzierung (Notlauf), Fehlercodes P2563 oder P2564, selten auch hörbares Turbo-Geräusch
Fahrzeug-Schwachstellen 17
Die Hydraulikpumpe (8P7871791A) verliert nach 80.000-100.000 km an Leistung. Das Verdeck öffnet/schließt extrem langsam oder bleibt auf halbem Weg stehen. Hydrauliköl kann austreten.
Beim Golf VI bildet sich Rost bevorzugt an den Radlaufkanten und an der Heckklappe — insbesondere wenn Karosserieschäden unsachgemäß repariert wurden. VW sparte am werksseitigen Korrosionsschutz von Motor, Fahrwerk und Getriebe.
Der Golf VI nutzt einen dauerlaufenden Kompressor ohne Magnetkupplung (extern geregelt). Bei Defekt verteilen sich Metallspäne im Klimakreislauf. Ohne vollständige Systemspülung wird der Ersatzkompressor schnell zerstört.
Die hinteren Bremssättel des Golf VI fressen durch Korrosion fest — besonders bei Fahrzeugen, die selten hart bremsen. Die integrierten Handbremsmechanismen blockieren nach Standzeiten. GTI-Modelle mit größeren Sätteln sind besonders betroffen.
Beim Golf VI kann das Zündschloss klemmen oder sich das elektronische Lenkradschloss unbeabsichtigt aktivieren, sodass das Fahrzeug nicht gestartet werden kann. Das Problem tritt vor allem bei Fahrzeugen aus frühen Baujahren auf.
Die elektrische Servolenkung des Golf VI kann durch Steuergerätedefekte oder Motorausfälle versagen. Die Lenkung wird schlagartig schwer, was auf der Autobahn gefährlich sein kann. Ein Warnlicht erscheint im Armaturenbrett.
Der Verdeckstoff scheuert sich beim Fahren mit offenem Dach an den Faltstellen auf. Nach 3-5 Jahren zeigen sich raue, aufgescheuerte Stellen im Stoff, die optisch stören und langfristig undicht werden können.
Die Glasheckscheibe löst sich nach ca. 8-10 Jahren vom Verdeckstoff. Der Kleber wird durch UV-Strahlung und Feuchtigkeit spröde. Heckscheibenheizung fällt gleichzeitig aus.
Der Hall-Sensor zur Erkennung der Verdeck-Endposition fällt aus. Fehlermeldung erscheint, Fenster bleiben in Zwischenstellung, Piepston aus Kombiinstrument.
Wasser sammelt sich im Kofferraum, bevorzugt links hinter der Verkleidung. Ursache sind undichte Rückleuchten-Dichtungen und verstopfte Wasserabläufe, die beim Cabrio stärker beansprucht werden.
Beim Golf VI werden Stoßdämpfer und Federn bei der Hauptuntersuchung ab dem neunten Betriebsjahr häufig als mangelhaft bewertet. Undichte Dämpfer sind ein typischer Befund. Paarweiser Austausch pro Achse ist Pflicht.
Die Soft-Touch-Oberflächen im Golf VI (Türverkleidungen, Schaltknauf-Einfassung, DSG-Hebel, Klimabedienteile) werden klebrig und lösen sich ab. Das Problem trifft fast alle Exemplare ab einem Alter von acht bis zehn Jahren.
Die elektrischen Fensterheber im Golf VI versagen durch defekte Motoren oder Kabelbrüche im Türgummi. Das Problem betrifft alle vier Türen, am häufigsten die Fahrerseite durch häufigere Nutzung.
Beim Golf VI entwickelt das Lenkgetriebe bereits ab ca. 30.000 km metallisches Klackern. Ursache: Zahnspiel durch Materialeintrag oder Wasser. Garantiefall bei Neufahrzeug.
Die Mikroschalter in den Verdeckschlössern verschmutzen und liefern falsche Signale. Verdeck lässt sich nicht öffnen/schließen, Fenster-Komforteinstieg funktioniert nicht.
Die rahmenlosen Seitenscheiben müssen sich beim Öffnen der Tür automatisch absenken. Dieser Komforteinstieg versagt, Scheibe klemmt oben und verhindert das Türschließen.
Durch die geringere Verwindungssteifigkeit des Cabrio-Aufbaus knarzt und knackt es bei geschlossenem Verdeck über Bodenwellen. Geräusche kommen aus dem Dachbereich und den Seitenscheibendichtungen.
Berichte & Tests
Der Golf VI liegt bei der Hauptuntersuchung im Klassenmittel, zeigt jedoch mit zunehmendem Alter überproportionale Ölverluste.
Der Golf VI verhält sich im Pannendienst unauffällig und bewegt sich im Durchschnitt seiner Klasse.