VW T5
Saugmotor mit 85 kW, robust und wartungsarm. Leistung für den schweren Transporter grenzwertig, vor allem beladen.
Einfacher Benziner T5
AXA mit 116 PS im T5 II bleibt ein einfacher Transporter-Antrieb. Wartungsarm und unkompliziert.
Motor-Schwachstellen 5
Der Keramikträger des Katalysators kann sich bei höheren Laufleistungen zersetzen. Führt zu massivem Leistungsverlust, obwohl der Motor akustisch unauffällig bleibt.
Symptome: Massiver Leistungsverlust, Drehzahl bricht ab ca. 4.000 U/min ein, Motorkontrollleuchte leuchtet
Verstopfte Entlüftungsschläuche führen zu erhöhtem Ölverbrauch von 1 L auf 1.500–3.000 km. Besonders bei Kurzstreckenbetrieb und LPG-Umrüstung verstärkt.
Symptome: Erhöhter Ölverbrauch, Öl im Ansaugtrakt sichtbar, bläulicher Rauch beim Kaltstart
Das AGR-Ventil verkokt bei Kurzstreckenbetrieb und verursacht unruhigen Leerlauf sowie Startprobleme. Reinigung oft ausreichend, Austausch bei starker Verkokung nötig.
Symptome: Unruhiger Leerlauf, schlechtes Anspringen, Leistungsverlust im unteren Drehzahlbereich, MKL leuchtet
Die Zündspulen des AXA sind ein bekanntes Verschleißteil. Einzelausfälle führen zu Zündaussetzern auf einzelnen Zylindern. Zündkabel und Zündkerzen sind meist gleichzeitig fällig.
Symptome: Motorstottern unter Last, Zündaussetzer spürbar, erhöhter Kraftstoffverbrauch, MKL blinkt
Die Zündspule des AXA 2.0 T4 ist thermischen Belastungen auf Dauer nicht gewachsen. Zündspulen- und Verteilerdefekte machen rund 80 % der Zündprobleme bei T4-Motoren aus.
Symptome: Zündaussetzer, Motor läuft auf weniger Zylindern, Ruckeln bei Beschleunigung, Motorwarnleuchte
Fahrzeug-Schwachstellen 11
Die Wandlerautomatik (6-Gang, bis 10/2009) hält bei starker Beladung oft keine 100.000 km. Überholung kostet ab 3.000 €. Das 6-Gang-Schaltgetriebe (ab 2009) leidet unter Lagerschäden der Hauptwelle.
Elektrische Schiebetürmotoren sind eine Hauptschwachstelle des T5. Der Antriebsmotor verschleißt und öffnet oder schließt die Tür nicht mehr vollständig. Ersatz kostet mit Einbau rund 270 €, bleibt aber ein Wiederholungsproblem.
Am Holm und an der Schwelle unter der Schiebetür platzt der Lack ab und Rost entsteht. Lackschäden durch Einstieg und Gepäck beschleunigen den Prozess. Auch Türgriffe der Schiebetüren rosten durch.
Typische Roststellen des T5: Radläufe, Motorhaube (Steinschlag), Windschutzscheibenrahmen sowie der Heckklappenfalz und Regenrinnen. Frühzeitige Kontrolle und Konservierung essenziell bei Fahrzeugen ab 150.000 km.
Die Verzahnung der rechten Antriebswelle des T5 verschleißt auffallend häufig — als bekannte Schwachstelle gilt sie als Verschleißpflichtkomponente. Das hohe Fahrzeuggewicht (bis 3,5 t zGM) belastet die Welle stark.
Das hohe Gewicht des T5 (Leergewicht ab 2,2 t) beansprucht Federn und Dämpfer erheblich. Federn brechen bei hoher Zuladung, Stoßdämpfer werden undicht. Hintere Dämpfer verschleißen früher als vorne.
Durch das hohe Fahrzeuggewicht und oft gewerblichen Einsatz verschleißen Bremsscheiben des T5 früh. Ab 100.000 km werden auch Bremsschläuche porös. Als Nutzfahrzeug oft vernachlässigt — Leitungen rosten durch.
Schiebefenster des T5 dichten oft nicht mehr ab. Wasser läuft in die D-Säulen, durchnässt den Dachhimmel und greift Elektrik an. Auch Rückleuchten können Wasser einlassen und Kurzschlüsse verursachen.
Defekte Türschlösser sind ein klassisches T5-Problem: Türen lassen sich nicht mehr von innen oder außen öffnen. Fensterheber-Antriebe (besonders Schiebefenster) fallen ebenfalls aus, oft durch Wassereinbruch begünstigt.
Die Gasdruckdämpfer der Heckklappe versagen beim T5 regelmäßig — die Heckklappe bleibt nicht mehr in geöffneter Stellung. Bei schweren Flügeltüren des Multivan ein häufig auftretendes Verschleißproblem.
Stellmotoren der Klimakanäle (Mischklappen-Aktuatoren) versagen beim T5 und lassen keine unterschiedliche Temperaturregelung mehr zu. Im Multivan mit Fondheizung ein verbreitetes Problem an der Zusatzheizung.
Berichte & Tests
Der T5 der zweiten Generation erzielt bei der Hauptuntersuchung erneut überdurchschnittliche Ergebnisse und gilt als besonders zuverlässig.
Der T5 II belegt in der Pannenstatistik durchgehend gute Plätze und ist einer der zuverlässigeren Transporter im Segment.