VW e-up!
Erster VW Serien-Elektromotor für den e-up!, 60 kW. Technisch simpel und langlebig, leidet jedoch unter fehlender Batteriekühlung, was Schnellladen auf 40 kW begrenzt. Ohne aktive Thermomanagement-Strategie altert die 18,7-kWh-Batterie bei häufigem DC-Laden schneller.
Elektrisch und direkt
82 PS e-up! mit 212 Nm Sofortdrehmoment — im Stadtverkehr verblüffend spontan. Die Reichweite begrenzt den Aktionsradius, der Fahrspaß im urbanen Einsatz ist aber echt.
Motor-Schwachstellen 5
KBA-Rückruf wegen nicht optimal ausgeführter Klebenaht im HV-Batteriegehäuse, durch die Feuchtigkeit eindringen kann. Betroffen rund 122 Fahrzeuge weltweit (Produktion Mai–Juni 2020). Lösung: Versiegelung mit Wachsschutzschicht.
VW rief 2022 e-up-Modelle zurück, da fehlerhafte Klebenähte am HV-Batteriegehäuse Feuchtigkeit eindringen lassen. Feuchte Zellen können Kurzschlüsse und erhöhtes Brandrisiko verursachen.
Symptome: Meist keine Symptome vor Rückruf, in Einzelfällen HV-Fehlercode, Batteriekapazitätsverlust
Der DC/DC-Wandler lädt die 12V-Batterie nicht mehr, sobald die Hochvoltbatterie unter 10–15 % Ladestand fällt. Bei längerem Abstellen entlädt sich die 12V-Batterie tief, das Fahrzeug verweigert den Start.
Symptome: Fehlermeldung 'Elektrosystem', Fahrzeug startet nicht nach mehrtägigem Abstellen, WeConnect-App reagiert nicht mehr
Das Lademodul des VW e-Up! (EUP-ED) kann defekt werden und verhindert das Laden der HV-Batterie. VW hat in mehreren Software-Updates und Garantieaktionen nachgebessert.
Symptome: Fahrzeug lädt nicht mehr, Fehlermeldung Elektrosystem, HV-Batterie entladen
Da der e-up hauptsächlich per Rekuperation verzögert, werden die Bremsscheiben kaum mechanisch belastet. Rost und Schmutzbelag führen zu ungleichmäßiger Bremswirkung und erhöhter TÜV-Beanstandungsquote.
Symptome: Schleifgeräusche beim Bremsen, ruckartige Verzögerung, TÜV-Mängel an Bremsen
Fahrzeug-Schwachstellen 15
Bestimmte VW up!-Modelle sind vom weltweiten Takata-Airbag-Rückruf betroffen. Ammoniumnitrat-Gasgeneratoren können bei Auslösung bersten und Splitter schleudern. Kostenloser Austausch in VW-Werkstatt.
Vorserienmodelle bis 2016 ohne Radlaufabdeckung sammeln Schmutz am Tankstutzen, was zu Lackschäden und Durchrostung des Seitenteils führt. VW tauscht in Extremfällen komplettes Seitenteil (Kosten bis 4.000 €).
Modelle 2013–2016 zeigen erhöhten parasitären Ruhestrom durch Steuergerät-Fehler (Kombiinstrument, Gateway-Modul). Software-Updates sind verfügbar. Häufigste Pannenursache. Batterie-Ersatz 80–150 €.
Das automatisierte Schaltgetriebe (ASG) nutzt die Kupplung elektronisch ohne Fahrergefühl. Besonders im Stadtverkehr verschleißt die Kupplung schnell. Typisch: Ruckeln beim Anfahren, verzögerte Schaltbefehle, Getriebekontrollanzeige.
Der Unterboden des up! ist ab Werk teils nur ungenügend konserviert. Bei Kurzstreckenbetrieb rostet der Auspuff schnell durch. Nachrüsten von Hohlraum- und Unterbodenversiegelung empfohlen.
Querlenkerbuchsen an der Vorderachse des up! müssen frühzeitig ersetzt werden. Sie gehören zu den meistgenannten TÜV-Mängeln des Modells. Reparaturkosten 100–300 €.
Frühe Modelle bis 2016 zeigen Wassereintritt über falsch ausgerichtete Vordertüren, Heckscheibenwischerwelle oder dritte Bremsleuchte. Verstopfte Abflusskanäle der Windschutzscheibe verstärken das Problem.
TÜV-Inspektionen beanstanden beim up! regelmäßig die Funktion der Fuß- und Feststellbremse. Einseitige Bremswirkung und ungleichmäßiger Verschleiß sind typisch. Komplette Bremsenreparatur kostet 100–300 €.
Beim VW up! AA fällt der Innenraumgebläsemotor oder sein Vorwiderstand aus. Typisch ist, dass die Lüftung nur noch auf höchster Stufe funktioniert oder ganz ausfällt. Der Vorwiderstand sitzt hinter dem Handschuhfach und kostet ca. 81 € bei VW.
Die Standardsitze des VW up! AA bieten kaum Seitenführung und keine einstellbare Lordosenstütze. Besitzer berichten von Rückenschmerzen bereits nach kurzen Strecken. Die starre Kopfstütze drückt den Kopf nach vorn.
Die Abgasanlage des up! rostet nach wenigen Wintern durch, besonders bei Kurzstrecken. Hitzeschutzbleche lösen sich und klappern. Endtopf und Mitteltopf sind häufig betroffen und können zum TÜV-Problem werden.
Der VW up! hat hinten Trommelbremsen, die bei Kurzstreckenbetrieb und längerem Stand festrosten können. Bremsbacken kleben an der Trommel, was zu einseitigem Anziehen und verminderter Bremswirkung führt.
Der Kühlmitteltemperatursensor im Ausgleichsbehälter neigt zum Ausfall. Ablagerungen oder Oxidation am Stecker führen zu Fehlanzeigen. Die rote Kühlwasserlampe leuchtet trotz normaler Motortemperatur auf.
Bei vollem Lenkeinschlag knarzen oder klackern viele up!-Modelle. Ursache sind Achsmanschetten und Gelenkwellen. VW erkennt das Problem, rät aber mangels negativer Bauteilfolgen von Reparatur ab.
Tagfahrlicht-Glühbirnen fallen beim up! überdurchschnittlich oft aus und erscheinen regelmäßig als Mängel bei TÜV-Inspektionen. Leuchtmittel-Ersatz ist preiswert (ca. 10–30 €), aber aufwendig einzubauen.
Berichte & Tests
Der up! gehört bei der Hauptuntersuchung zu den besten Kleinwagen und zeigt kaum nennenswerte Mängel.
Der up! zeigt eine erfreulich geringe Pannenhäufigkeit und zählt zu den zuverlässigsten Kleinstwagen.