VW e-up!
Überarbeiteter Elektromotor des e-up! Facelift (ab 2020) mit 61 kW und vergrößerter 32,3-kWh-Batterie. Reichweite bis 260 km WLTP, aber weiterhin ohne aktive Batteriekühlung. Im Dauertest bis 75.000 km keine schwerwiegenden Antriebsdefekte.
Stadtblitz mit Stecker
83 PS und 212 Nm sofort — der überarbeitete e-up! mit größerem Akku bleibt im Stadtbetrieb der direkteste up! überhaupt. Für Kurzstrecken eine Empfehlung.
Motor-Schwachstellen 5
Beim überarbeiteten e-up (2020+) schaltet das HV-System unerwartet ab und lässt das Fahrzeug bewegungsunfähig. Auslöser ist oft die entladene 12V-Batterie in Kombination mit Software-Fehlern.
Symptome: Fehlermeldung 'Fehler Elektrosystem — Fahrzeug anhalten!', kompletter Antriebsverlust, kein Wiederstart möglich
Auch beim Facelift entlädt der DC/DC-Wandler die 12V-Batterie bei längerem Stehen, wenn der HV-Akku unter ca. 15 % fällt. Software-Update reduziert das Problem, beseitigt es aber nicht vollständig.
Symptome: Fehlermeldung 'Elektrosystem', Fahrzeug startet nicht, WeConnect-App verbindet nicht
Fehlercodes P30DF00 (Balancing-Ladung HV→12V), P0B3C00 (implausibles Batteriesignal) und Gebläseregler-Fehler treten bei älteren Fahrzeugen wiederkehrend auf. Ursache meist 12V-Batterie-Degradation; HV-Batterie-Defekte selten.
Symptome: Warnleuchte Elektrosystem, reduzierte Reichweite, gelegentliches Nichtanspringen
Fehlende aktive Batteriekühlung macht häufiges DC-Schnellladen unpraktisch: Ladeleistung bricht nach wenigen Minuten auf unter 20 kW ein. Rein konstruktiv bedingt — kein Software-Fix möglich. Beschleunigt bei regelmäßiger DC-Nutzung die Zellalterung.
Symptome: Sehr langsames Laden an DC-Ladesäulen, Ladeleistung bricht nach kurzer Zeit ein
Hauptsächliche Verzögerung per Rekuperation lässt Bremsscheiben selten mechanisch arbeiten. Rostbelag führt zu ruckartigem Ansprechen und erhöhtem TÜV-Beanstandungsrisiko. Regelmäßige Vollbremsungen empfohlen.
Symptome: Schleifgeräusche, ungleichmäßige Bremswirkung, TÜV-Mängel
Fahrzeug-Schwachstellen 15
Bestimmte VW up!-Modelle sind vom weltweiten Takata-Airbag-Rückruf betroffen. Ammoniumnitrat-Gasgeneratoren können bei Auslösung bersten und Splitter schleudern. Kostenloser Austausch in VW-Werkstatt.
Vorserienmodelle bis 2016 ohne Radlaufabdeckung sammeln Schmutz am Tankstutzen, was zu Lackschäden und Durchrostung des Seitenteils führt. VW tauscht in Extremfällen komplettes Seitenteil (Kosten bis 4.000 €).
Modelle 2013–2016 zeigen erhöhten parasitären Ruhestrom durch Steuergerät-Fehler (Kombiinstrument, Gateway-Modul). Software-Updates sind verfügbar. Häufigste Pannenursache. Batterie-Ersatz 80–150 €.
Das automatisierte Schaltgetriebe (ASG) nutzt die Kupplung elektronisch ohne Fahrergefühl. Besonders im Stadtverkehr verschleißt die Kupplung schnell. Typisch: Ruckeln beim Anfahren, verzögerte Schaltbefehle, Getriebekontrollanzeige.
Der Unterboden des up! ist ab Werk teils nur ungenügend konserviert. Bei Kurzstreckenbetrieb rostet der Auspuff schnell durch. Nachrüsten von Hohlraum- und Unterbodenversiegelung empfohlen.
Querlenkerbuchsen an der Vorderachse des up! müssen frühzeitig ersetzt werden. Sie gehören zu den meistgenannten TÜV-Mängeln des Modells. Reparaturkosten 100–300 €.
Frühe Modelle bis 2016 zeigen Wassereintritt über falsch ausgerichtete Vordertüren, Heckscheibenwischerwelle oder dritte Bremsleuchte. Verstopfte Abflusskanäle der Windschutzscheibe verstärken das Problem.
TÜV-Inspektionen beanstanden beim up! regelmäßig die Funktion der Fuß- und Feststellbremse. Einseitige Bremswirkung und ungleichmäßiger Verschleiß sind typisch. Komplette Bremsenreparatur kostet 100–300 €.
Beim VW up! AA fällt der Innenraumgebläsemotor oder sein Vorwiderstand aus. Typisch ist, dass die Lüftung nur noch auf höchster Stufe funktioniert oder ganz ausfällt. Der Vorwiderstand sitzt hinter dem Handschuhfach und kostet ca. 81 € bei VW.
Die Standardsitze des VW up! AA bieten kaum Seitenführung und keine einstellbare Lordosenstütze. Besitzer berichten von Rückenschmerzen bereits nach kurzen Strecken. Die starre Kopfstütze drückt den Kopf nach vorn.
Die Abgasanlage des up! rostet nach wenigen Wintern durch, besonders bei Kurzstrecken. Hitzeschutzbleche lösen sich und klappern. Endtopf und Mitteltopf sind häufig betroffen und können zum TÜV-Problem werden.
Der VW up! hat hinten Trommelbremsen, die bei Kurzstreckenbetrieb und längerem Stand festrosten können. Bremsbacken kleben an der Trommel, was zu einseitigem Anziehen und verminderter Bremswirkung führt.
Der Kühlmitteltemperatursensor im Ausgleichsbehälter neigt zum Ausfall. Ablagerungen oder Oxidation am Stecker führen zu Fehlanzeigen. Die rote Kühlwasserlampe leuchtet trotz normaler Motortemperatur auf.
Bei vollem Lenkeinschlag knarzen oder klackern viele up!-Modelle. Ursache sind Achsmanschetten und Gelenkwellen. VW erkennt das Problem, rät aber mangels negativer Bauteilfolgen von Reparatur ab.
Tagfahrlicht-Glühbirnen fallen beim up! überdurchschnittlich oft aus und erscheinen regelmäßig als Mängel bei TÜV-Inspektionen. Leuchtmittel-Ersatz ist preiswert (ca. 10–30 €), aber aufwendig einzubauen.
Berichte & Tests
Der up! gehört bei der Hauptuntersuchung zu den besten Kleinwagen und zeigt kaum nennenswerte Mängel.
Der up! zeigt eine erfreulich geringe Pannenhäufigkeit und zählt zu den zuverlässigsten Kleinstwagen.