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Mitsubishi · Sportwagen · 2001–2007 Eigene Suche

Mitsubishi Lancer Evolution 7-IX

Schwachstellen, Motorenbewertung und Kaufberatung

1.0 / 5.0 · Basierend auf 1 Motorvarianten · So bewerten wir

Die Evo VII bis IX sind die letzten echten Vertreter der 4G63T-Ära — Rallye-Homologation mit Nummernschild, kompromisslos, laut, schnell. Wer einen sucht, kauft keinen vernünftigen Gebrauchten, sondern ein Stück Motorsportgeschichte mit allem Verschleiß, den 20 Jahre und harte Vorbesitzer hinterlassen.

Der Motor — die 4G63T-Legende: Der 2.0-Turbo aus Gusseisen ist der Grund, warum diese Autos Kult sind. Eisenblock, schmiedbar bis weit jenseits 500 PS, brutal kehliger Sound, das typische On-Off-Ladedruck-Verhalten — ein Charakter, den der spätere 4B11T nie hatte. Der Crank-Walk-Mythos: Ja, es gibt das axiale Wandern der Kurbelwelle (Thrust-Bearing-Verschleiß), aber es ist KEINE Serienkrankheit der EU-Evos. Betroffen waren überwiegend frühe, hart getunte 7-Bolt-Blöcke (vor allem in den USA). Wer ein gut gewartetes Auto mit dichtem Servicebuch und vernünftigem Öl-Intervall kauft, muss damit nicht rechnen. Trotzdem gilt: kalt warmfahren, heiß abkühlen lassen — der Turbo dankt es. Generell ist der 4G63T extrem haltbar, wenn das Öl stimmt.

Das teure Herzstück — AYC/ACD: Das aktive Hinterachs-Differenzial (AYC) und die Mittendifferenzial-Steuerung (ACD) sind das, was die Evo so unfassbar schnell um die Ecke bringen. Sie sind aber auch die größte Kostenfalle. Die AYC/ACD-Hydraulikpumpe versagt gern ab etwa 120.000 km — Ersatz kostet 700–2200 EUR, und es gibt nicht endlos Neuteile. Eine sterbende Pumpe kündigt sich oft durch Warnleuchten und träges Einlenkverhalten an. Pflicht auf der Probefahrt. Dazu kommt das Hinterachs-Differenzial selbst (undicht, Lager hin, 200–1800 EUR) und das Kardanwellen-Mittellager (150–500 EUR).

Das Getriebe: Nur 5-Gang-Handschaltung — und das ist der Knackpunkt. Die Synchronringe sind schwach, besonders der 2. und 3. Gang kratzen bei vielen Exemplaren. Eine Getriebeüberholung kostet 1200–3500 EUR. Beim Probefahren in jeden Gang schalten, auch kalt — wenn es hakt, mitrechnen.

Rost — die unterschätzte Gefahr: Diese Autos rosten. Unterboden und Radläufe (300–2500 EUR) sind ein Klassiker, der wirklich gefährliche Punkt ist aber der Hinterachsträger — durchgerostet kann er den Wagen zum Totalschaden machen (400–3000 EUR). Auto auf die Bühne, Schweller, Federdome und Subframe abklopfen. Auch die Bremsstaubschutzbleche gammeln (50–200 EUR, kosmetisch).

Fahrwerk & Bremsen: Nach 20 Jahren sind Lager und Buchsen meist komplett durch (400–1500 EUR). Die Brembo-Bremsscheiben neigen zu Verzug/Rubbeln ab ca. 60.000 km (250–800 EUR) — bei einem getrackten Auto fast garantiert. Innen sind die Recaro-Wangen fahrerseitig durchgesessen (150–600 EUR).

Elektrik: Aufpassen bei der Lichtmaschine — die OEM-Teile sind teils nicht mehr lieferbar (250–700 EUR), Nachrüstlösungen existieren aber. Die Klimaanlage ist altersschwach (300–1200 EUR), aber kein Dealbreaker.

Probefahrt-Checkliste: AYC-Warnleuchte und Einlenkgefühl, alle Gänge synchron, Subframe/Schweller auf Rost, Brembos auf Rubbeln, kalter Motorstart ohne Klappern, dichtes Servicebuch (Öl!). Ein modifiziertes Auto ist nicht automatisch schlecht — aber unsachgemäßes Tuning killt 4G63T und Diff gleichermaßen. Originale, gepflegte Exemplare sind Gold wert.

Marktstand 2026: Solide Evo VIII/IX liegen bei 22.000–40.000 EUR, top gepflegte MR-Modelle und seltene FQ-Versionen deutlich darüber — die Preise sind die letzten Jahre nur gestiegen. Insider-Pick: eine späte, originale Evo IX MR mit lückenlosem Servicebuch, intakter AYC-Pumpe und ohne Rost am Subframe. Das ist das beste Gesamtpaket der 4G63T-Reihe.

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Motorbewertung

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Generationen


Motoren-Übersicht

Der Mitsubishi Lancer Evolution 7-IX ist in einer Motorisierung mit 265 PS erhältlich.

Lancer Evolution · Benziner· 265–400 PS
2001 2007

Gusseisen-Block, 2,0 Liter, TD05HR-Turbo — ein Motor der nach Rallye-Homologation riecht, weil er genau das ist. Bis 2.800 rpm passiert wenig, dann setzt der Lader ein wie ein Lichtschalter: kein sanftes Anschwellen, kein moderner Übergang — der 4G63T schaltet um und tritt zu. Mit offenem Ansaugtrakt kommt das typische Turbo-Whoosh beim Schalten dazu, das viele als den eigentlichen Evo-Sound bezeichnen. Serienmäßig ist er gut gedämmt; mit freiem Auspuff knallt er bei schnellen Gangwechseln hörbar nach. Der hintere Ausgleichswellenriemen dreht mit doppelter Kurbelwellendrehzahl — bei 8.000 rpm sind das 16.000 rpm auf einem Zahnriemen, der ohne Vorwarnung reißt. Viele entfernen die Ausgleichswellen komplett. Ölwechsel alle 5.000 km ist Überlebensprogramm für die Turbolager, nicht Empfehlung. Crankwalk betrifft fast ausschließlich getunten Betrieb mit harter Kupplungsbetätigung — kein Massenphänomen. Der Gussblock steckt mit den richtigen Internals 600+ PS weg. Synchros im 2. und 3. Gang ab 120.000 km prüfen; Nadellager MN132410 ist nicht mehr als OEM lieferbar.

  • !! Ausgleichswellenriemen reißt bei Hochdrehzahl ab 80.000 km

    Der hintere Ausgleichswellenriemen dreht mit doppelter Kurbelwellendrehzahl — bei 8.000 rpm sind das 16.000 rpm. Reißt er, zerstört er im schlimmsten Fall Motor-Innenleben und Hauptzahnriemen.

    Symptome: Plötzlicher Motorausfall, lautes Knallen, rauchender Motor; vorab oft keine Vorwarnung
    400–1.800 €
  • !! Zahnriemen: Hydraulikspanner und Umlenkrollen verschlissen ab 60.000 km

    Hydraulischer Spanner verliert Dämpfungswirkung (>10mm/s Eindrückrate = Grenzwert). Bei falsch eingestellter Ausgleichswellen-Phasenlage nach Wechsel entsteht Extremspannung — Riemen reißt innerhalb von Minuten.

    Symptome: Vibrationen nach Zahnriemenwechsel deuten auf falsche Ausgleichswellen-Phasenlage; im schlimmsten Fall Motorschaden ohne Vorwarnung
    500–1.200 €
  • !! Crankwalk — axiales Kurbelwellenspiel ab 120.000 km

    Axiales Kurbelwellenspiel durch Anlaufscheiben-Verschleiß — betrifft primär 7-Bolt-Varianten (Evo I-IV). Ab Evo V-IX durch geänderte Lagerkonstruktion praktisch eliminiert. Bei hoher Laufleistung und aggressivem Einsatz dennoch Spiel prüfen.

    Symptome: Klackern im Leerlauf das mit Drehzahl zunimmt und unter Last abnimmt; Vibrationen; am Ende lautes Schlagen
    2.000–6.000 €

+ 10 weitere Motor-Schwachstellen + Fahrzeug-Schwachstellen

Fahrzeug-Schwachstellen

SchwachstelleKosten
Hinterachsträger durchgerostet

Die hinteren Längsträger rosten genau dort, wo der Hinterachsträger verschraubt ist — zu wenig Versiegelung ab Werk. Bei fortgeschrittenem Befall wird es ein strukturelles und damit TÜV-relevantes Problem. Schweißarbeit am Träger ist teuer.

Symptome: Sichtbarer tiefer Rostbefall am Hinterachsträger, Knarzen beim Einfedern, strukturelle Schwäche bei Sichtprüfung
ab 120.000 km
Teuer
!Unterboden und Radläufe rosten stark

Evo VII–IX rosten an den hinteren Radläufen, an den Schwellern und an den Bodenblechen. Streusalz greift den dünnen Werks-Unterbodenschutz an. Vor dem Kauf gründlich von unten prüfen — schöne Optik oben täuscht oft über Rost unten hinweg.

Symptome: Sichtbarer Flugrost und Blasenbildung an Schwellern und hinteren Radläufen, Rostgeruch im Innenraum nach Regen
ab 100.000 km
Teuer

Alternativen

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Weiter stöbern

Bekannte Probleme und Mängel +

Für den Mitsubishi Lancer Evolution 7-IX (2001–2007) sind insgesamt 25 Schwachstellen dokumentiert — davon 13 motorbezogen und 12 am Fahrzeug. Ein Problemmotor: 4G63T (2.0L Turbo). Typische Mängel betreffen Rost, Getriebe, Fahrwerk, Klimaanlage.

Worauf beim Mitsubishi Lancer Evolution achten? Die detaillierte Auflistung aller Motor- und Fahrzeug-Schwachstellen findest du in den Abschnitten oben.

Häufige Fragen

Welche Probleme und Schwachstellen hat der Mitsubishi Lancer Evolution 7-IX? +
Der Mitsubishi Lancer Evolution 7-IX hat 13 bekannte Motor-Schwachstellen und 12 Fahrzeug-Schwachstellen.
Worauf muss ich beim Mitsubishi Lancer Evolution 7-IX Gebrauchtwagen achten? +
faq.watch_a_avoid
Welcher Motor ist empfehlenswert? +
Keiner der verfügbaren Motoren wird als 'Gute Wahl' bewertet. Finger weg! Am meisten Fahrspaß bietet der 4G63T (2.0L Turbo). Problemmotor: 4G63T (2.0L Turbo) — Finger weg!
Welcher Mitsubishi Lancer Evolution 7-IX Motor macht am meisten Spaß? +
Der {code} ({displacement}) bietet den meisten Fahrspaß im Mitsubishi Lancer Evolution 7-IX — Bewertung: „Legendär!". {description} 400 PS aus 2,0 Litern, Nürburgring-Rekord 2006. Klingt nach dem ultimativen Evo — ist es auch, aber: Antriebswellen brechen bei Launches, Alcon-Kupplung nach 3.000 km im Stadtverkehr fertig, Garrett-Spezialturbo nicht mit Serienteilen ersetzbar. Überraschend fahrbar im Alltag — die Leistung kommt progressiver als die Zahl vermuten lässt. Aber jede Komponente läuft am absoluten Limit. Ein Auto für Leute die genau wissen was sie kaufen — und was es kosten wird.
Lohnt sich der Mitsubishi Lancer Evolution 7-IX als Gebrauchtwagen? +
Beim Mitsubishi Lancer Evolution 7-IX ist Vorsicht geboten — 1 von 1 Motorvarianten erhalten die Bewertung 'Finger weg!'. Die Motorwahl ist entscheidend.
Welche PS-Varianten gibt es beim Mitsubishi Lancer Evolution 7-IX? +
Der Mitsubishi Lancer Evolution 7-IX ist mit Motorvarianten von 265 bis 400 PS erhältlich. Benziner: 4G63T (2.0L Turbo).

Letzte Aktualisierung: Februar 2026 · Alle Angaben ohne Gewähr