Mitsubishi Pajero · SUV
Kräftiger 3,2-Liter-Diesel mit Common-Rail. Pajeros Hauptantrieb über drei Generationen. Steuerkette langlebig, aber AGR und DPF-Probleme bei Kurzstrecke. Injektoren bei >200.000 km kontrollieren.
Diesel-Basis im Pajero
Der 3.2 DI-D mit 165 PS ist die Einstiegsmotorisierung. Genug für den Alltag, auf der Autobahn etwas knapp bemessen.
Motor-Schwachstellen 4
Die obere Kunststoff-Gleitschiene der Steuerkette verschleißt und löst sich auf. Metallreste gelangen ins Ölsystem. Bei falscher Motordrehrichtung springt der Kettenspanner aus und kann den Motor zerstören.
Symptome: Rasseln aus dem Steuerkettenbereich beim Kaltstart, unruhiger Lauf, im schlimmsten Fall Motorschaden
Die Common-Rail-Injektoren neigen bei höherer Laufleistung zu Ablagerungen und Verschleiß. Defekte Injektoren können Kolbenschäden verursachen, was bei 103.000–109.000 km in Foren dokumentiert wurde.
Symptome: Unrunder Motorlauf, Rauchwolken beim Start, Leistungsverlust, erhöhter Kraftstoffverbrauch
Das AGR-Ventil und der AGR-Kühler verstopfen durch Rußablagerungen. Der Ausbau ist sehr aufwendig — Kühlsystem, Keilriemen, Lichtmaschine und Turboladerschläuche müssen demontiert werden.
Symptome: Leistungsverlust, unruhiger Leerlauf, erhöhter Kraftstoffverbrauch, Motorwarnleuchte
Bei hoher Laufleistung steigt der Ölverbrauch deutlich an — Forenberichte nennen bis zu 350 ml auf 1.000 km. Ursache meist Kolbenringverschleiß oder undichte Ventilschaftdichtungen.
Symptome: Häufiges Nachfüllen von Motoröl nötig, leichter Blaurauch aus dem Auspuff beim Beschleunigen
Fahrzeug-Schwachstellen 6
Ab Werk völlig unzureichende Hohlraum- und Unterbodenversiegelung. Bodenbleche mit Kastenversteifungen, Türen und Kotflügel rosten schnell. Reserveradträger scheuert und rostet. Nachträglicher Schutz im ersten Jahr dringend empfohlen.
Bei der 200-PS-Version drosselt die Elektronik das Drehmoment zum Schutz des Automatikgetriebes. Das Getriebe gilt als Schwachstelle und reagiert bei hoher Belastung träge. Regelmäßiger Getriebeölwechsel ist essenziell.
Bei tieferen Wasserdurchfahrten dringt Wasser in den Innenraum ein. Die Türdichtungen und Kabeldurchführungen sind nicht ausreichend abgedichtet. Elektronikschäden durch Nässe im Fußraum sind die Folge.
ABS-Raddrehzahlsensoren oxidieren und liefern Fehlsignale. Die Allradelektronik (Super Select II) zeigt sporadische Ausfälle. Flugrost an den Radaufhängungen beschleunigt die Korrosion der Sensorkabel und Steckverbindungen.
Das Fahrwerk ist ab Werk sehr hart abgestimmt, jede Bodenwelle wird deutlich spürbar. Im Gegensatz zum Vorgänger fehlt eine verstellbare Dämpfung. Stoßdämpfer und Buchsen verschleißen bei häufigem Offroad-Einsatz schneller.
Die Kunststoffstoßstangen sind für den Geländeeinsatz zu empfindlich und brechen bei Kontakt mit Steinen oder Ästen schnell. Viele Besitzer rüsten auf Stahlstoßstangen um, was jedoch die Zulassung beeinflussen kann.