Mitsubishi Space Star DG0
Schwachstellen, Motorenbewertung und Kaufberatung
Achtung — das hier ist der ERSTE Space Star: ein kompakter Mini-Van auf Carisma-Basis (ab 1998), nicht der gleichnamige Kleinstwagen von 2013. Ein praktischer, hochbauender Familienkombi für Leute, die viel Platz auf wenig Stellfläche und einen Spottpreis suchen.
Die Motoren: Der Vernunftkauf ist der 4G18 (1.6L, 72 kW) aus der Orion-Baureihe — mechanisch simpel, gut für 200.000–250.000 km. Schwächen sind altersbedingt: Ölabstreifringe verschleißen ab ~100.000 km und treiben den Ölverbrauch (sev3), dazu undichte Ventildeckeldichtung und gelegentlich eine verschlissene Drosselklappe (unrunder Leerlauf). Wie immer kritisch: der Zahnriemen (sev5 bei Überfälligkeit). Der 4G93 GDI (1.8L, 90 kW) ist auch hier der Problemmotor — Verkokung im Ansaugtrakt (sev4/prob4), sterbende Hochdruckpumpe, verölte Zündkerzen. Nur mit dokumentierter Historie und sauberem Kaltstart.
Ganzfahrzeug: Rost ist beim DG0 das beherrschende Thema. Unterboden und Auspuff rosten flächig (200–800 €), und die Bremsleitungen rosten durch (sev4/prob4, 120–500 €) — ein echtes TÜV-Killer-Thema, unbedingt von unten prüfen. Dazu Rost an der Heckklappe über der Griffleiste. Bremsen verschleißen überdurchschnittlich schnell, die Hinterachsaufhängung und Radlager/Achsmanschetten sind weitere Verschleißpunkte.
Probefahrt: Auf die Hebebühne — Bremsleitungen und Unterboden sind das A und O. Ölstand und Auspuff-Bläuen beim 4G18 checken. Bremspedal auf Schwammigkeit prüfen. Beim GDI Leerlauf und Beschleunigung beurteilen.
Marktstand 2026: 600–1.500 €, oft als Bastlerfahrzeug am Ende der Nutzungsdauer. Insider-Pick: ein 4G18 mit trockenem Unterboden und frischen Bremsleitungen — der ist das ehrlichste Auto im Inserat. Vom GDI hier ebenfalls die Finger lassen.
Generationen
Motoren-Übersicht
Der Mitsubishi Space Star DG0 ist mit 2 Motorisierungen erhältlich — von 98 PS bis 125 PS.
1.6-Liter-Saugmotor der Orion-4G1-Baureihe mit rund 72–90 kW, mechanisch simpel aufgebaut und ohne moderne Spielereien. Im Kern langlebig (200.000–250.000 km gut machbar), aber mit zwei typischen Altersschwächen. Erstens neigen die Ölabstreifringe ab etwa 100.000 km zu frühem Verschleiß, vermutlich wegen einer ungünstig ausgelegten Kolbenkühlung, was steigenden Ölverbrauch nach sich zieht — Ölstand also im Blick behalten. Zweitens verschleißt wie bei allen 4G1 die Drosselklappe und sorgt für schwankenden Leerlauf. Die Steuerung läuft über einen Zahnriemen, Wechsel rund 90.000 km, Interferenzmotor: bei Riss verbiegen die Ventile. Zündspulen können altersbedingt aussetzen. Bei sauberer Wartung und Augenmaß beim Öl ein zuverlässiger Brot-und-Butter-Motor.
- !! Zahnriemenriss (bei Überfälligkeit) ab 100.000 km
Der 4G18 verwendet einen Zahnriemenantrieb, der bei Nichtbeachtung des Wechselintervalls reißt und Motorschaden verursacht. Wechselintervall 90.000 km oder 6 Jahre. Altfahrzeuge mit unklarer Service-Historie gefährdet.
Symptome: Motor dreht durch ohne Zünden, lautes Metallgeräusch, Motor springt nicht an - !! Ölverbrauch durch Kolbenringverschleiß ab 100.000 km
Die dünnen Ölabstreifringe verschleißen häufig schon ab etwa 100.000 km, vermutlich wegen ungünstiger Kolbenkühlung. Folge ist steigender Ölverbrauch, der ohne Kontrolle zum Ölmangel führen kann.
Symptome: Spürbar sinkender Ölstand zwischen den Wechseln, bläulicher Rauch beim Lastwechsel oder Gasstoß, ölige Zündkerzen, eventuell Leistungsverlust. - ! Ventildeckeldichtung undicht ab 100.000 km
Die Ventildeckeldichtung des 4G18 verhärtet mit zunehmendem Alter und beginnt zu lecken. Öl tropft auf heiße Motorteile und erzeugt Geruch. Einfacher und günstiger Wechsel — kein Anlass zur Panik, aber bei Gebrauchtwagenkauf prüfen.
Symptome: Öltropfen auf dem Unterboden unter dem Motor, Ölgeruch bei warmem Motor, sichtbares Öl auf dem Ventildeckel
+ 2 weitere Motor-Schwachstellen + Fahrzeug-Schwachstellen
Mitsubishis erste Generation der Benzin-Direkteinspritzung (GDI) und einer der ersten Serien-Direkteinspritzer überhaupt. Technisch ambitioniert mit Magerlaufbetrieb und hohem Einspritzdruck, in der Praxis aber sehr empfindlich gegenüber schlechter Kraftstoffqualität und Kurzstrecke. Das Kernproblem ist die Verkokung: Da kein Kraftstoff über die Einlassventile strömt, lagert sich Ölkohle aus AGR und Kurbelgehäuse-Entlüftung an Ansaugtrakt und Ventiltellern ab und führt zu Ruckeln, unrundem Leerlauf und Leistungsverlust, typisch rund um 2.000/min. Eine regelmäßige Reinigung des Ansaugtrakts (Walnussstrahlen) sowie funktionierendes AGR und saubere Drosselklappe sind Pflicht. Die kennfeldgeregelte Hochdruckpumpe verschleißt mit der Zeit und löst Notlauf und Startprobleme aus. Verölte Zündkerzen verlangen kurze Wechselintervalle. Mit konsequenter Pflege haltbar, vernachlässigt schnell zickig.
- !! Ansaugtrakt verkokt ab 80.000 km
Die erste GDI-Generation leidet massiv unter Verkokung im Ansaugtrakt und an den Einlassventilen. Rußablagerungen verengen die Kanäle und stören die Gemischbildung. Forennutzer berichten, dass dies bei 95 % der GDI-Probleme die Ursache ist.
Symptome: Unruhiger Leerlauf bis zum Absterben, Leistungsverlust, erhöhter Kraftstoffverbrauch, Ruckeln unter Last - !! GDI-Hochdruckpumpe defekt ab 120.000 km
Die Hochdruckpumpe der ersten GDI-Generation ist anfällig für Undichtigkeiten und Druckverlust. Mitsubishi schreibt den kompletten Austausch vor — Reparatur ist nicht vorgesehen. Neuteile kosten ca. 1.000 €.
Symptome: Motor stottert beim Beschleunigen, Startprobleme, schwankender Kraftstoffdruck, Motorwarnleuchte - !! Zündkerzen verölen und verrußen ab 30.000 km
Die GDI-Einspritzung führt zu starker Zündkerzenverölung und -verrußung. Forenberichte zeigen Kerzen voll mit Benzin und Öl. Kürzere Wechselintervalle (maximal 30.000 km) sind empfehlenswert.
Symptome: Schwieriger Kaltstart, unrunder Leerlauf bei 300–400 U/min, Ruckeln bei niedrigen Drehzahlen
+ 1 weitere Motor-Schwachstellen + Fahrzeug-Schwachstellen
Fahrzeug-Schwachstellen
| Schwachstelle | Kosten | |
|---|---|---|
| Unterboden- und Auspuffrost Der Unterbodenkorrosionsschutz ist unzureichend, besonders bei Winterbetrieb auf gesalzenen Straßen. Die Auspuffanlage rostet ebenfalls frühzeitig durch. Hinterachsaufhängung und Auspuffanlage sind typische HU-Schwachstellen. Symptome: Sichtbarer Rost am Unterboden, durchgerostete Auspuffteile, klappernder Auspuff | Mittel | |
| Rost an der Heckklappe über der Griffleiste Über der Griffleiste der Heckklappe bilden sich auf der ganzen Breite Rostblasen. Typischer Schwachpunkt der Baureihe; auch die Übergänge der hinteren Kotflügel zum Stoßfänger rosten. Symptome: Rostblasen und aufquellender Lack über dem Heckklappengriff, später Durchrostung. ab 130.000 km | Günstig |
Alternativen
Weiter stöbern
Bekannte Probleme und Mängel +
Für den Mitsubishi Space Star DG0 (1998–2005) sind insgesamt 15 Schwachstellen dokumentiert — davon 9 motorbezogen und 6 am Fahrzeug. Ein Problemmotor: 4G93 (1.8L GDI). Typische Mängel betreffen Rost, Bremsen, Fahrwerk.
Space Star (4G18, 1998–2005) — Aufpassen: Zahnriemenriss (bei Überfälligkeit), Ölverbrauch durch Kolbenringverschleiß, Ventildeckeldichtung undicht. Leistung: 98 PS.
Space Star (4G93, 1998–2005) — Finger weg!: Ansaugtrakt verkokt, GDI-Hochdruckpumpe defekt, Zündkerzen verölen und verrußen. Leistung: 118–122 PS.
Worauf beim Mitsubishi Space Star achten? Die detaillierte Auflistung aller Motor- und Fahrzeug-Schwachstellen findest du in den Abschnitten oben.
Häufige Fragen
Welche Probleme und Schwachstellen hat der Mitsubishi Space Star DG0? +
Worauf muss ich beim Mitsubishi Space Star DG0 Gebrauchtwagen achten? +
Welcher Motor ist empfehlenswert? +
Welcher Mitsubishi Space Star DG0 Motor macht am meisten Spaß? +
Lohnt sich der Mitsubishi Space Star DG0 als Gebrauchtwagen? +
Welche PS-Varianten gibt es beim Mitsubishi Space Star DG0? +
Letzte Aktualisierung: Februar 2026 · Alle Angaben ohne Gewähr