Seat Leon
110-kW-EA288-evo mit DSG im Leon KL (150 PS). AdBlue-Systemfehler bekannt; AGR-Ventil bei höheren Laufleistungen kontrollieren. Angenehmes Langstreckenaggregat mit automatischem Getriebe.
Leon KL TDI — kultivierter Diesel
Der 2.0 TDI mit 110 kW im Leon KL ist ein ausgewogener Diesel für den Alltag. Kultiviertes Aggregat, breites Drehmomentband und das neue Leon-Fahrwerk für entspannte Fahrten. Für Vielfahrer, die das moderne Leon-Design mit Diesel-Effizienz verbinden wollen.
Motor-Schwachstellen 5
Der DSTB (EA288 evo, 110 kW) im Leon KL nutzt das neue SCR-Twindosing-System. Fehler an AdBlue-Dosierventilen, Sensoren oder dem SCR-Katalysator können teure Reparaturen nach sich ziehen. Auch bei neuen Fahrzeugen wurden Probleme gemeldet.
Symptome: AdBlue-Warnung, Motorwarnleuchte, erhöhte NOx-Emissionen, Fahrzeug startet nach Warnfrequenz nicht mehr
Das AGR-System des DSTB zeigt dieselbe Rußproblematik wie alle EA288-Varianten. Trotz überarbeiteter Konstruktion des evo bleibt das AGR-Ventil als Wartungspunkt relevant, besonders nach 100.000 km.
Symptome: Ruckeln im Leerlauf, Fehlercodes P0401, Motorwarnlicht, Schwarzrauch bei Teillast
Das Twin-Dosing-System mit zwei AdBlue-Einspritzpunkten ist anfällig für Harnstoffkristallisierung an Leitungen und Dosierventilen. Undichte Anschlüsse hinterlassen weiße Ablagerungen im Motorraum.
Symptome: Weiße kristalline Ablagerungen im Motorraum, Fehlermeldung zum AdBlue-System, erhöhter AdBlue-Verbrauch oder Dosierungsfehler im Steuergerät.
Die Piezo-Injektoren des Common-Rail-Systems unterliegen bei Laufleistungen über 200.000 km zunehmendem Verschleiß. Minderwertiger Diesel beschleunigt diesen Prozess.
Symptome: Unrunder Motorlauf, Ruckeln im Leerlauf, erhöhter Kraftstoffverbrauch, Rauchwolken beim Kaltstart, Fehlercode für einzelnen Zylinder.
Das Abgasrückführungsventil des 2.0 TDI neigt besonders bei überwiegendem Stadtbetrieb zur Rußablagerung. Im evo-Modell weniger ausgeprägt als beim EA189/EA288, aber dokumentiert.
Symptome: Motorruckeln bei Teillast, Notlaufprogramm mit reduzierter Leistung, Motorwarnleuchte, schwarzer Rauch beim Beschleunigen.
Fahrzeug-Schwachstellen 10
Beim Plug-in-Hybrid (2020–2022) ist die Hochvoltbatterie unzureichend gesichert. Kurzschlüsse können einen Brand auslösen. Kostenloses Nachrüsten beim Händler.
Das DSG-Getriebe zeigt erhöhten Kupplungsverschleiß bei intensivem Stadtbetrieb und Anhängerbetrieb. Regelmäßige Getriebeölwechsel sind essenziell.
Die vier Ablaufkanäle des Panoramadachs verstopfen durch Laub. Wasser sammelt sich im Fußraum oder in der Reserveradmulde. Membranen am Schlauchende blockieren zusätzlich.
Bei ca. 11.900 Leon-Modellen aus Oktober 2020 bis Juni 2022 kann sich das Trenngitter lösen und bei einem Unfall zum Sicherheitsrisiko werden.
Das MIB3-Infotainmentsystem zeigt Softwarefehler wie Bildschirmabstürze und Kamerafehler. Software-Updates beheben die meisten Probleme.
Achsfedern und Dämpfer zeigen bereits bei der ersten HU mehr Mängel als der Gesamtschnitt. Seat verbaute teils undichte Stoßdämpfer, die früh zum Schwitzen neigen.
Die Rückfahrkamera zeigt kein Bild mehr, meist durch defektes Steuergerät oder Kabelbruch im Stecker. Softwareversion 1896 behebt teilweise das Problem.
Die vordere Beleuchtung wird im TÜV-Report als eher kritisch bewertet. LED-Steuergeräte können ausfallen und Scheinwerferlinsen zeigen vorzeitig Beschlag.
Der 1.0/1.5 eTSI mit DSG zeigt besonders bei warmem Motor ein spürbares Ruckeln beim Anfahren. Die 48V-Batterie benötigt 2.000-3.000 km zur Kalibrierung.
Rückleuchten beschlagen innen oder zeigen sichtbare Wassertropfen. Undichte Dichtungen oder Mikrorisse im Kunststoffgehäuse.
Berichte & Tests
Die vierte Leon-Generation ist die zuverlässigste der Baureihe und zeigt bei der Hauptuntersuchung kaum mechanische Mängel. Beanstandungen beschränken sich auf gelegentliche Auffälligkeiten bei Fahrerassistenzsystemen und DSG-Kupplungskomfort.