Seat Tarraco
PHEV-Antrieb im Tarraco: 1.4-TSI plus E-Motor mit 180 kW Systemleistung (245 PS). HV-Kühlkreislauf auf Verluste kontrollieren; 12V-Batterie und Hybridsteuergerät beobachten. Gleiche Basis wie Leon PHEV mit höherer Systemleistung.
Tarraco e-Hybrid — pragmatisch gut
Mit 180 kW Systemleistung fährt der Tarraco KN e-Hybrid in der Leistung souverän. Im Alltag nutzt man den Elektroanteil für kurze Strecken, auf der Autobahn sorgt der Verbrenner für entspannte Kilometer. Kein Sportwagen, aber ein moderner, gut motorisierter Familien-SUV.
Motor-Schwachstellen 6
Der DGEB-PHEV im Tarraco (245 PS Systemleistung) teilt das bekannte HV-Kühlkreislauf-Problem der VAG PHEV-Plattform. Defekter Wärmetauscher zwischen Klimaanlage und HV-Kühlung verursacht Kühlmitterverlust und Druckprobleme. Reparatur ca. 400 € plus Einbau.
Symptome: Warndreieck rot, Hybridfehlermeldung, Fahrzeug startet nicht, Kühlmittelstand im HV-Reservoir gesunken
Nach Software-Updates können GPS-Fehler dazu führen, dass das Assistenzsystem eine Kreuzung auf der Autobahn errechnet und eine Notbremsung einleitet. Software-Update durch Händler erforderlich.
Symptome: Unerwartetes Abbremsen auf Autobahn, falsches Kartenbild, GPS-Verlust nach Tunneln
Beim DGEB-PHEV im Tarraco gibt es keine Lichtmaschine. Die 12V-Batterie wird über das HV-System versorgt. Bei rein elektrischer Nutzung ohne regelmäßige Verbrenner-Betriebsphasen kann die 12V-Batterie erschöpfen.
Symptome: Keyless-Entry-Ausfall, Startschwierigkeiten, 12V-Batteriewarnung, Vorklimatisierung funktioniert nicht
Der Tarraco mit DGEB zeigt gelegentlich Hybridsteuergerät-Fehler, die zu Warnmeldungen und Ausfall des elektrischen Antriebs führen. Software-Update oder Steuergerät-Tausch erforderlich. Hochvolt-Arbeiten nur in zertifizierten Level-3-Werkstätten.
Symptome: Hybridantrieb fällt aus, Fehlermeldung im Display, Fahrzeug fährt nur noch im Verbrennerbetrieb
Das DQ400E-Dreikupplungsgetriebe zeigt typisches Ruckeln beim Hochschalten von 1. in 2. Gang sowie beim Umschalten zwischen E-Mode und Verbrenner. Software-Updates helfen teilweise; Skoda klassifiziert dies oft als Normalbetrieb.
Symptome: Ruck beim 1-2-Gangwechsel, Klacken beim E/Verbrenner-Wechsel, unrunder Antrieb bei moderater Beschleunigung
Software-Bug (Rückrufaktion 90V7) verursacht anhaltenden CAN-Bus-Stromverbrauch im Standby, der die 12V-Batterie innerhalb von Tagen leert. Die im Heck eingebaute Batterie erfordert aufwändigen Aus-/Einbau und kostet ca. 500 €.
Symptome: Fahrzeug startet nicht, zahlreiche Fehlermeldungen beim Start, 12V-Warnleuchte
Fahrzeug-Schwachstellen 9
Zwei Rückrufe: Gerissene Sitzhalterung (303 Fahrzeuge, 2019) und TDI-Modelle mit Startproblemen durch fehlerhaftes Motorsteuergerät (2019).
Falsch montierte Motorabdeckungen können bei Kontakt mit heißen Motorteilen schmelzen und einen Brand verursachen. Betroffen: Produktion Juli 2020 bis März 2022.
Bei DSG-Modellen aus 2020-2021 kann sich die Pedalplatte verformen oder lösen. In Deutschland 1.780 Fahrzeuge betroffen.
Der Notbremsassistent (Front Assist) reagiert beim Tarraco gelegentlich mit hartem Bremsen auf nicht vorhandene Hindernisse.
Die Klimaanlage stoppt ohne Vorwarnung und ohne Fehlermeldung. Seat konnte das Problem teils 20 Monate lang nicht lösen.
Bei Fahrzeugen des Modelljahrs 2023 muss die Seriennummer der linken hinteren Tür überprüft und bei Bedarf getauscht werden.
Das AGR-Ventil neigt zur Verstopfung durch Rußablagerungen, was zu Motorwarnleuchte und Leistungsverlust führt. Vorwiegend bei hohem Kurzstreckenanteil.
Das MIB3-System des Tarraco zeigt Softwarefehler: Abstürze, fehlerhafte Rückfahrkamera und Verbindungsprobleme. Software-Updates beheben die meisten Probleme.
Unter der Gummidichtung des roten Heck-Lichtbands sammelt sich Wasser. Tritt auch Tage nach Regen noch als Kondensat auf.