Suzuki Ignis 2
Schwachstellen, Motorenbewertung und Kaufberatung
Der Suzuki Ignis II (2017–2020) ist ein Stadtauto im Kleinstwagen-Format — 3,70 Meter, unter 900 kg, mit nur einem Antriebsstrang: dem K12C 1.2L Saugvierzylinder mit 66 kW/90 PS, wahlweise mit Fünfganghandschalter oder AGS-Automatisierungsgetriebe.
Der Motor ist technisch unauffällig — keine bekannten Serienfehler, keine Steuerketten-Problematik, minimaler Ölverbrauch. Die entscheidende Frage ist das Getriebe. Der Fünfgang-Handschalter ist die klare Empfehlung: präzise, zuverlässig, keine dokumentierten Probleme. Das AGS ist ein robotisiertes Schaltgetriebe (Kupplung per Aktuator), das im Stop-and-go-Verkehr ruckt und beim Anfahren zögert. Das ist eine Systemeigenschaft, kein Defekt — aber die Kupplung verschleißt bei falscher Fahrweise (Schleichen im Stau, bergauf Anfahren) extrem schnell. Kupplungstausch: ca. 800 €, Steuergerät-Defekt: bis 4.500 €. Vereinzelte Totalausfälle bereits ab 15.000 km sind dokumentiert.
Kraftstoff-Rückruf (Produktion Juli–Oktober 2020): Defekte Schweissnaht am Tankentlüftungssystem kann bei vollem Tank zu Kraftstoffaustritt führen. Alle betroffenen Fahrzeuge sollten die Reparatur erhalten haben — Rückruf-Status beim Suzuki-Händler prüfen.
Frühe SHVS-Mildhybrid-Modelle (bis 2018) hatten einen Softwarefehler, der das korrekte Laden der 12V-Batterie verhinderte. Software-Update löst das Problem — Serviceheft prüfen.
Federbeinstützen und Spurstangenkopfe zeigen ab ca. 70.000 km Verschleiß — typisch für ein Stadtauto unter Belastung. Budget: 150–450 € pro Achsseite.
Marktstand 2026: 2017–2019 mit 50.000–80.000 km ab 7.000–10.000 €. Handschalter erzielt 1.000–1.500 € Aufpreis gegenüber AGS. Insider-Pick: Handschalter, verifiziertes Serviceheft, Produktion vor Juli 2020 — eliminiert das einzige echte Risiko.
Generationen
Motoren-Übersicht
Der Suzuki Ignis 2 ist in einer Motorisierung mit 83 PS erhältlich.
Robuster 1,2-Liter-Vierzylinder mit Saugrohr-Doppeleinspritzung und zwei Einspritzdüsen pro Zylinder, dazu doppelte Nockenwellenverstellung. Kein Turbo, wartungsarme Steuerkette und Saugrohreinspritzung statt Direkteinspritzung machen ihn zu einem der unkompliziertesten Benziner der Klasse, der bei regelmäßigen Ölwechseln problemlos über 200.000 km läuft. Drehmoment liegt erst obenraus an, weshalb gerne geschaltet werden will. Hauptthema im Alltag ist das wassergekühlte AGR-Ventil, das bei reinem Kurzstreckenbetrieb verkokt und Ruckeln im unteren Drehzahlbereich verursacht. Vorgeschriebenes 0W-20 verwenden und gelegentlich lange Strecken fahren, dann hält der Motor klaglos.
- ! Ölschwitzen am Ventildeckel ab 90.000 km
Leichtes Ölschwitzen an der Ventildeckeldichtung bei höherer Laufleistung. Keine sicherheitskritische Schwachstelle, jedoch muss der Ölstand regelmäßig kontrolliert werden, um Motorschäden zu vermeiden.
Symptome: Ölgeruch im Motorraum, sichtbare Verfärbungen am Ventildeckel, leichte Ölspuren auf dem MotorblockAnzeige Suzuki K12C Ventildeckeldichtung - ! Ausfall Start-Stopp-System ab 80.000 km
Das Start-Stopp-System kann bei geschwächter Starterbatterie oder nach häufigen Kurzstrecken dauerhaft deaktiviert bleiben. Häufig genügt ein Batterietausch, gelegentlich ist eine Steuergeräte-Adaption nötig.
Symptome: Warnlampe 'Eng-A-Stop OFF' leuchtet dauerhaft, automatischer Motor-Stopp funktioniert nicht mehrAnzeige Suzuki K12C Starterbatterie AGM - ! Verkokung des AGR-Ventils ab 90.000 km
Das wassergekühlte AGR-Ventil setzt sich bei überwiegendem Kurzstreckenbetrieb mit Ruß und Ölnebel zu. Folge ist deutliches Ruckeln im unteren Drehzahlbereich, besonders im 2. und 3. Gang um 2800 U/min. Reinigung oder Tausch behebt das Problem.
Symptome: Ruckeln und Nicken beim Beschleunigen im unteren Drehzahlbereich, unrunder Leerlauf, träges Ansprechen, ggf. Fehlercode P0403
+ 1 weitere Motor-Schwachstellen + Fahrzeug-Schwachstellen
Fahrzeug-Schwachstellen
| Schwachstelle | Kosten | |
|---|---|---|
| AGS-Automatikgetriebe ruckartig und unberechenbar Das automatisierte Schaltgetriebe AGS schaltet ruckartig und mit Gedenksekunde, besonders im Stadtverkehr und am Berg. Bis zum Facelift 2020 als unberechenbar verschrien. Ein Software-Update glättet die Schaltqualität nur teilweise, der Kupplungsverschleiß bleibt im Kurzstreckenbetrieb erhöht. Symptome: Ruckeln beim Anfahren, lange Schaltpausen, Aufheulen beim Hochschalten, hektisches Pendeln zwischen zwei Gängen am Berg. ab 50.000 km | Mittel |
Prüfberichte
AUTO BILD Gebrauchtwagen-Test Suzuki Ignis
Der Ignis der zweiten Generation gilt grundsätzlich als zuverlässig, zeigt aber beim TÜV gelegentlich Schwächen an der Vorderachse — gebrochene Federn äußern sich durch Klopf- und Knarzgeräusche. Ein Rückruf betraf auslaufenden Kraftstoff bei Baujahren 2017–2020.
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Bekannte Probleme und Mängel +
Für den Suzuki Ignis 2 (2017–2020) sind insgesamt 10 Schwachstellen dokumentiert — davon 4 motorbezogen und 6 am Fahrzeug. Typische Mängel betreffen Getriebe, Elektronik, Bremsen, Fahrwerk. Als zuverlässig gilt: K12C (1.2L DualJet).
Worauf beim Suzuki Ignis achten? Die detaillierte Auflistung aller Motor- und Fahrzeug-Schwachstellen findest du in den Abschnitten oben.
Häufige Fragen
Welche Probleme und Schwachstellen hat der Suzuki Ignis 2? +
Worauf muss ich beim Suzuki Ignis 2 Gebrauchtwagen achten? +
Welcher Motor ist empfehlenswert? +
Welcher Suzuki Ignis 2 Motor ist am haltbarsten? +
Welcher Suzuki Ignis 2 Motor macht am meisten Spaß? +
Lohnt sich der Suzuki Ignis 2 als Gebrauchtwagen? +
Welche PS-Varianten gibt es beim Suzuki Ignis 2? +
Letzte Aktualisierung: Februar 2026 · Alle Angaben ohne Gewähr