Volvo C70
Vierzylinder-Turbodiesel mit 2,0 Litern aus der gemeinsamen Ford-Volvo-Entwicklung für die P1-Plattform. Common-Rail mit 1.800 bar und Euro-5-Norm. Wartungsfreundliche Konstruktion; Partikelfilter bei überwiegend städtischen Fahrprofilen prüfen.
VEA-Diesel im Kompakten
100 kW D3 für die P1-Kompakten: sparsam und ausreichend. Städtisch-tauglich, aber kein Langstreckenrenner.
Motor-Schwachstellen 4
Die D5204-Motoren sind VEA-Nachfolgemotoren mit identischer EGR-Kühlerproblematik. Rußpaste im EGR-System führt zur Drosselung. Der Rückruf 2020 gilt auch für Fahrzeuge mit D5204-Motoren.
Symptome: EGR-Fehlerlampe, Motordrosselung, unrunder Lauf, erhöhter Verbrauch
Beim D5204T5 kann ein reißender Serpentinenriemen in den Zahnriementrieb gezogen werden und den Zahnriemen zerstören – mit sofortigem Motorschaden. Zahnriemen und Serpentinenriemen regelmäßig gemeinsam prüfen. Wechselintervall Zahnriemen: 105.000 km.
Symptome: Lautes Klackern oder Schleifen, plötzlicher Motorstillstand, pfeifendes Geräusch vom Riemenbereich.
VEA-Nachfolger D5204 hat dieselbe DPF-Anfälligkeit bei Kurzstreckenbetrieb. Regelmäßige Langstrecken zur Freibrennung sind notwendig. DPF-Reinigung oder -Wechsel ab 150.000 km.
Symptome: DPF-Lampe, Leistungsverlust, erhöhter Dieselverbrauch
Die 1.800-bar-Common-Rail-Injektoren des D5204T5 können bei über 150.000 km Laufleistung leckieren. Rücklaufmenge zu hoch führt zu Diesel im Motoröl und Ölschlammbildung. Hydraulische Stößel können bei schlechter Ölqualität bereits ab 100.000 km klappern.
Symptome: Unrunder Leerlauf, Dieselgeruch aus der Ölmessstab-Öffnung, Klackern aus dem Ventiltrieb bei Kaltstart.
Fahrzeug-Schwachstellen 12
Das elektrohydraulische 3-teilige Klappdach des C70 II zeigt typischen Verschleiß an Hydraulikpumpen und Sensoren. Die Dachmechanik ist von Anschlussgarantien ausgeschlossen; Reparaturen können teuer sein.
Die Hydraulikpumpe (36011248) verliert Druck durch verschlissene Innendichtungen. Das dreiteilige Hardtop bleibt halb offen oder geschlossen stecken.
Das CRM-Steuergerät und die zwölf Hallsensoren steuern die exakte Position des Klappdachs. Bei Ausfall stoppt der Mechanismus sofort.
Wasser dringt beim Waschen oder Regen durch die Gummidichtungen des Klappdaches ein, besonders hinten rechts und links. Innenraumfeuchtigkeit und Schimmel sind die Folge.
Türunterkanten und Bereiche unter den Fensterdichtungen rosten beim C70 II durch. Behandlung ist nötig, sobald erste Blasen sichtbar werden; offener Rost breitet sich schnell aus.
Die Vorderachse des C70 II zeigt bei höheren Laufleistungen Verschleiß an Querlenkerbuchsen, Gelenken und Domlagern. Klopfen und Lenkungsunschärfe sind die Folge. Typisch für FORD-basierte Plattform der zweiten Generation.
Die elektrischen Fensterheber des C70 II sind anfällig für Seilrisse und ausgefallene Mitnehmer. Beim Cabrio besonders kritisch, da die Scheibe für den Verdeck-Betrieb korrekt funktionieren muss.
Der Klimakompressor des C70 II entwickelt ab höheren Laufleistungen raue Laufgeräusche durch verschlissenes Magnetkupplung-Lager. Ohne rechtzeitigen Austausch des Lagers droht der Kompressor zu blockieren.
Die dünnen Seilzüge, die das dreiteilige Hardtop bewegen, können nach Jahren reißen. Ersatzteile teilweise nicht mehr bei Volvo lieferbar.
Die komplexe Dichtung zwischen den drei Hardtop-Segmenten und dem Kofferraumdeckel verschleißt. Wasser dringt besonders am Übergang von Dach zu A-Säule ein.
Das Infotainmentsystem des C70 II fällt durch Steuergerätedefekte und Konnektivitätsprobleme aus. Austauschgeräte sind verfügbar; Klimasteuerung kann ebenfalls betroffen sein.
Die Bremsscheiben des C70 II verschleißen vergleichsweise schnell und neigen zum Verziehen. Das macht sich durch Pedalvibrieren und Lenkradzittern beim Bremsen bemerkbar. Qualitätsscheiben reduzieren das Problem.