Volvo XC70
Erster Fünfzylinder-Turbodiesel von Volvo mit 2,4 Litern Common-Rail-Einspritzung. DOHC mit 20 Ventilen und Bosch-EDC-Einspritzsystem. Gutes Drehmomentangebot für komfortable Reisegeschwindigkeiten; bei hohem Kraftstoffdruck empfindlich gegenüber Kraftstoffqualität.
Vernünftiger Basismotor
Für den Alltag völlig ausreichend. Auf der Autobahn an der Grenze, im Stadtverkehr kompetent.
Motor-Schwachstellen 4
Kupferringdichtung unter den Injektoren dichtet unzureichend ab. Heißes Abgas entweicht, Ruß und verbranntes Öl bilden schwarze Krusten um die Injektoren – als Black Death bekannt.
Symptome: Schwarze Rußkrusten rund um Injektoren sichtbar, Diesel-/Abgasgeruch im Motorraum, Fehlzündungen, ruppiger Motorlauf.
Zahnriemen alle 160.000 km oder 10 Jahre wechseln. Wasserpumpe ist riemengetrieben – wenn nach Riemenwechsel die alte Pumpe blockiert, reißt der neue Riemen sofort. Immer zusammen wechseln.
Symptome: Kein Vorwarnsignal. Versäumter Wechsel oder alte Pumpe führen zu Motorschaden.
AGR-Ventil setzt sich durch Rußpartikel und Ölkohle zu. Im geschlossenen Zustand sinkt die Leistung, im offenen Zustand läuft der Motor unruhig und raucht.
Symptome: Leistungsverlust, unruhiger Leerlauf, erhöhter Kraftstoffverbrauch, schwarzer Rauch, P0400-Fehlercode.
Hydraulische Ventilstössel reagieren empfindlich auf Ölqualität. Bei minderwertigem Öl oder verlängerten Wechselintervallen beginnen sie ab ca. 100.000 km zu klappern.
Symptome: Tikkendes Geräusch aus dem Ventiltrieb nach Kaltstart, verschwindet oft nach Warmlaufen, im Extremfall dauerhaft hörbar.
Fahrzeug-Schwachstellen 11
Die Vorderachse des V70 II gilt als große Schwachstelle: Defekte Querlenker und Motorlager verschleißen häufig und werden von TÜV-Prüfern regelmäßig beanstandet. Die Reparatur ist aufwendig.
Das Geartronic-Automatikgetriebe im S60 I und V70 II verlangt alle 50.000–60.000 km einen Ölwechsel, obwohl Volvo es als wartungsfrei bezeichnet. Fehlende Ölwechsel führen zu ruckartigem Schalten und teuren Folgeschäden.
Querlenker und Radlager der Vorderachse verschleißen frühzeitig. Motorhalterungen neigen zu Geräuschen bei Beschleunigung und Abbremsen. Reparatur der Vorderachse kostet 500–900 €.
Die Haldex-Kupplung der AWD-Modelle versagt bei fehlender Ölwechsel-Wartung oder hoher Laufleistung. Regelmäßiger Ölwechsel alle 30.000 km ist essenziell.
Die mechanische Feststellbremse zeigt bei vielen S60 I und V70 II eine unzureichende Haltekraft, was bei der Hauptuntersuchung beanstandet wird. Seilzüge und Bremssattel hinten prüfen.
Die vorderen Domlager (Federbeinlager) des S60 I verschleißen bei höheren Laufleistungen und führen zu Klappern beim Lenken. TÜV-Prüfer bemängeln diese Schwachstelle überdurchschnittlich häufig.
Benzinmotoren der Baujahre 2000–2002 verwenden eine Magneti-Marelli-Drosselklappe, die zu frühzeitigem Verschleiß neigt. Motor schwankt im Leerlauf stark und kann absterben. Austausch durch überarbeitete Drosselklappe.
Der Kühlmittelausgleichsbehälter aus Kunststoff neigt bei älteren S60-I-Modellen zu Rissen und undichtem Deckel. Kühlmittelverlust ist schleichend – oft erst bemerkt wenn der Motor zu heiß wird.
Das Servolenkungsgetriebe des S60 I kann undicht werden. Leckage an der Zahnstange führt zu sinkender Servoölmenge und zunehmend schwerem Lenkrad. Instandsetzung günstiger als Kompletttausch.
Die Geartronic-Automatik ruckt vor allem bei Kaltstart und nach 120.000 km beim Hoch- und Runterschalten. Ursache ist oft veraltetes Getriebeöl oder verschlissene Kupplungslamellen. Software-Update kann helfen.
Das Audio- und Navigationssystem der P2-Plattform (S60 I, V70 II, XC70 I) versagt durch kalte Lötstellen im RTI-Steuergerät. Ein Austausch kostet 700 Euro und mehr; professionelles Nachlöten ist günstiger.