Volvo 2.0T
Fünfzylinder-Turbomotor mit 180 PS. Solider Motor aus der Modularen Baureihe, teilt viele Teile mit den 2.4/2.5L Varianten. PCV-System und Zahnriemen regelmäßig warten.
Komfortabler Turbo-Gleiter
Mit Automatik verliert der 2.0T etwas Sportlichkeit, bleibt aber ein angenehmer Reisebegleiter.
Motor-Schwachstellen 4
Interferenzmotor — Zahnriemenriss bedeutet Totalschaden. CVVT-Einheit beim Wechsel prüfen; Dichtungen altern und Öl kann in den Zahnriemenbereich eintreten und den Riemen vorzeitig zerstören.
Symptome: Keine Vorwarnung bei Riss. CVVT-Defekt: rasselndes Geräusch beim Kaltstart, unrunder Leerlauf.
Der PCV-Schlauch vom Motorblock zur Abscheiderbox bekommt Risse auf der Unterseite, die von oben unsichtbar sind. Folge: Öl sammelt sich auf dem Motor und in den Zündkerzenbrücken.
Symptome: Ölansammlung oben auf dem Motor, Öl in den Zündkerzenschächten, pfeifendes Geräusch unter Last, leichter Ölverbrauch.
Die elektronische Drosselklappeneinheit (ETM) verschleißt durch interne Kontaktkorrosion und lose Steckverbindungen. Betrifft vor allem Baujahre bis 2002. Volvo verlängerte die Garantie auf 10 Jahre. Überholte Einheiten verfügbar.
Symptome: Motorkontrollleuchte, reduzierte Leistung, Notlauf, Motor geht im Leerlauf aus, schwankende Leerlaufdrehzahl.
Das Ladedrucksteuerventil des Turboladers kann im Laufe der Zeit ausfallen. Betrifft alle Turbo-Varianten der Modulfamilie (2.0T, 2.4T, 2.5T). Kündigt sich durch spürbaren Leistungsverlust an.
Symptome: Spürbarer Leistungsabfall, Turbo baut keinen vollen Ladedruck auf, Motorkontrollleuchte.
Fahrzeug-Schwachstellen 10
Der 5-Zylinder-Diesel neigt zur Bildung von Rissen im Zylinderkopf und verschlissenen Zylinderlaufbuchsen, besonders bei höherer Laufleistung. Kühlmittelstand regelmäßig kontrollieren.
Das Automatikgetriebe des S80 I gilt als anfällig und kostenintensiv im Austausch. Reparatur beim Spezialisten kostet 3.000–4.000 Euro, Volvo-Händler verlangen bis 6.000–8.000 Euro. Regelmäßige Ölwechsel verzögern den Ausfall.
Das Geartronic-Automatikgetriebe des S80 I erfordert alle 50.000–60.000 km einen Ölwechsel. Volvo deklarierte es als wartungsfrei – das führt bei vielen Exemplaren zum frühzeitigen Schaden.
Beim S80 I verschleißen Spurstangenköpfe, Kugelgelenke und Querlenker-Gummilager der Vorderachse mit zunehmender Laufleistung überdurchschnittlich. TÜV-Prüfer beanstanden diese Komponenten regelmäßig.
Die elektrische Sitzverstellung kann beim S80 I blockieren und die Sitzschiene in eine Extremposition fahren. Laut Nutzerbericht ist ein Fahrer bis ans Lenkrad gerutscht und konnte den Sitz nicht mehr zurückfahren. Steuergerät tauschen.
Auch der S80 I leidet unter dem P2-typischen Problem undichter Lenkgetriebe. Die Zahnstange verliert über altersmüde Dichtungen Servoöl. Instandsetzung bei Spezialwerkstatt spart gegenüber Neu-Einheit deutlich.
Kalte Lötstellen im Steuergerät des Audiosystems führen zum intermittierenden oder vollständigen Ausfall. Vollständiger Einheitenaustausch kostet ab 500 €; Austauschgeräte aus Schlachthöfen als günstige Alternative.
Die Gummi-Stabilisatorbuchsen des S80 I verschleißen frühzeitig – laut Forum-Berichten bereits ab 10.000 km möglich, standard ab 80.000 km. TÜV-Prüfer bemängeln Spiel am Stabilisator überdurchschnittlich oft beim S80.
Ab etwa 50.000 km klagen S80-I-Besitzer über zunehmende Knarz- und Klappergeräusche im Innenraum. Türverkleidungen, Kabelstränge und Plastikteile lockern sich und erzeugen störende Geräusche auf schlechten Straßen.
Fensterheber ziehen die Scheiben nach etwa 75 % Schließweg automatisch hoch, da verhärtete Türdichtungen den Einklemmschutz auslösen. Silikonspray auf Dichtungen oder Dichtungstausch schafft Abhilfe.