Volvo V60 2
Schwachstellen, Motorenbewertung und Kaufberatung
Der Volvo V60 II (ab 2018) ist der letzte klassische Mittelklasse-Kombi aus Schweden — auf der SPA-Plattform, ausschließlich mit 2.0-Liter-Vierzylindern, in jeder Leistungsstufe von 150 bis 455 PS Systemleistung. Wer einen modernen Volvo-Kombi sucht, landet hier — die Frage ist nur welcher Antriebsstrang.
Alle Motoren basieren auf der Drive-E-Architektur: gleicher Hubraum, gleicher Block, Unterschied nur in Aufladung und Elektrifizierung. Der B4204T19 (T4, 140 kW) und B4204T23 (T5, 187 kW) sind die reinen Verbrenner der frühen Baujahre — solide, aber ohne 48V-Unterstützung. Der B4204T27 (T6, 235 kW) kombiniert Turbo mit Kompressor — beeindruckende Leistung, aber die doppelte Aufladung bedeutet doppeltes Wartungspotenzial. Ab 2020 kamen die Mild-Hybride: B4204T34 in den Varianten B4 (145 kW) und B5 (184 kW) mit 48V-Startergenerator. Die B5-Version ist der rationale Pick — genug Leistung für Autobahn-Überholvorgänge, spürbar weniger Verbrauch im Stadtverkehr durch Rekuperation, und die reife 48V-Technik ab 2021 ohne Kinderkrankheiten.
Der B4204T35 als T8 Recharge PHEV (288–335 kW Systemleistung) ist das Flaggschiff — und das riskanteste Paket. Der Batterie-Kurzschluss-Rückruf R10312 betrifft Baujahre 2020–2021: interne Zellkurzschlüsse können zum Fahrzeugbrand führen. VOR jedem T8-Kauf Rückrufstatus per FIN prüfen. Dazu kommt: Die HV-Batterie-Garantie (8 Jahre / 160.000 km) geht bei Volvo im Regelfall NICHT auf den Zweitbesitzer über — ein Batterietausch ohne Garantie kostet 12.000–18.000 €. Wer T8 kauft, braucht den Garantie-Nachweis schwarz auf weiß.
Die 8-Gang-Aisin-Automatik (AW TG-81SC) ist grundsätzlich zuverlässig, reagiert aber bei niedrigen Geschwindigkeiten und im Stadtverkehr zäh — das ist keine Fehlfunktion sondern die Kalibration. Getriebeölwechsel alle 80.000 km empfohlen, Volvo sagt offiziell „Lebensdauerfüllung“. Der AEB-Software-Recall (automatische Notbremsung) betrifft mehrere Baujahre und ist sicherheitskritisch — Status prüfen. Bremsscheibenverschleiß bei 1,8 Tonnen Leergewicht überdurchschnittlich, besonders vorne.
Probefahrt: Aisin-Automatik im Stop-and-Go testen — zähes Ansprechverhalten ist normal, harte Schaltstöße nicht. T8: Batterie-SoH über OBD auslesen, elektrische Reichweite bei voller Ladung prüfen. Sensus/Google-Infotainment: Kaltstart-Verhalten testen. Bremsen auf Vibrationen bei 120 km/h.
Marktstand 2026: T4/T5 (2018–2019) ab 17.000 €. B5 MHEV (2020–2022) ab 25.000–35.000 €. T8 Recharge ab 35.000 € — aber nur mit geprüftem Rückrufstatus und Batterie-SoH. Cross Country +2.000–4.000 € Aufpreis.
Insider-Pick: B5 MHEV (2021–2022), AWD, unter 80.000 km — reife 48V-Technik, kein PHEV-Risiko, der zuverlässigste Antriebsstrang im V60 II.
320 PS
V60 · Benzin
Echter Sportvolvo
Macht Spaß!190–197 PS
2.0L D4 Drive-E Diesel
7 Schwachstellen
Finger weg!Generationen
Motoren-Übersicht
Der Volvo V60 2 ist mit 10 Motorisierungen erhältlich — von 150 PS bis 326 PS.
Drive-E-Vierzylinderdiesel mit 2,0 Litern und 110 kW für die D3-Baureihe. Common-Rail-Einspritzung mit Euro-6-Norm und einstufiger Turboaufladung. Wirtschaftlicher Allrounddiesel mit guten Verbrauchswerten für Vielfahrer auf Mittelstrecken.
- !! EGR-Kühler versottet – Brandrisiko ab 60.000 km
Der D3/D4-VEA-Dieselmotor hatte eine fehlerhafte EGR-Kühler-Dichtung die Kondenswasser-Rußpaste bildete. EGR-Rohre und Kühler verstopften bis zu 90%. Volvo startete 2020 einen Rückruf wegen Brandgefahr. Händler meldeten 5–10 Reparaturen pro Woche.
Symptome: Kontrolllampe, Motordrosselung ('Schildkröte'), EGR-Fehlercode, bei schlimmem Verlauf Rauch aus Motorraum - !! Zahnriemen-Wartung zwingend einhalten ab 150.000 km
Der D3 Drive-E nutzt einen Zahnriemen mit Wechselintervall ca. 108.000 Meilen / 10 Jahre. Viele Gebrauchtfahrzeuge haben keinen dokumentierten Riemenwechsel. Riemenriss bedeutet Totalschaden des Motors.
Symptome: Keine Vorwarnung bei Riemenriss. Motorklopfen oder Motorstillstand. Zahnriemencheck: Risse, Abrieb, verhärtetes Gummi - !! DPF-Verstopfung bei Kurzstreckenbetrieb ab 150.000 km
Der 2.0 D3 VEA benötigt für die DPF-Regeneration ausreichend lange Fahrten. Kurzstreckenbetrieb verhindert vollständige Regenerationszyklen. DPF-Wechsel oder Reinigung alle 150.000–200.000 km notwendig.
Symptome: DPF-Warnleuchte, Leistungsabfall, erhöhter Verbrauch, Rußgeruch
+ 4 weitere Motor-Schwachstellen + Fahrzeug-Schwachstellen
D4-Vierzylinderdiesel mit 140 kW und Zwillingsturboaufladung für kräftiges Drehmoment von 400 Nm. Euro-6-konform mit SCR-Katalysator und Common-Rail bei bis zu 2.000 bar Einspritzdruck. Robuste Basis mit bekannten Partikelfilter-Problematiken bei häufigen Kurzstreckenfahrten.
- !! EGR-Rückruf wegen Brandrisiko (wie D3) ab 60.000 km
Auch der D4 190PS VEA-Diesel war vom EGR-Kühler-Rückruf 2020 betroffen. Verstopfte EGR-Systeme mit Brandgefahr traten bei Fahrzeugen mit D4204T14-Motor genauso auf wie beim schwächeren D3. Rückrufstatus prüfen.
Symptome: Kontrolllampe (Check Engine), Motordrosselung, in schlimmeren Fällen Rauch aus dem Motorraum - !! Turboladerausfall — Schaufelrad-Bruch ab 100.000 km
Der D4 Drive-E-Turbolader zeigt Schäden am Turbinenrad ab 80.000–120.000 km. Bruchstücke können den Ladeluftkühler beschädigen. Hauptursache: häufige Kurzstrecken und verschobene Ölwechsel.
Symptome: Plötzlicher Leistungsverlust, schwarzer Rauch aus Auspuff, metallisches Pfeifen oder Mahlen aus Motorraum, Motorstörlicht - !! DPF-Probleme durch hohe EGR-Rußlast ab 120.000 km
Bei der D4-Variante führt der erhöhte EGR-Rußeintrag auch zu beschleunigter DPF-Verstopfung. Kombinierte EGR+DPF-Problematik macht Diagnose schwierig. Fahrprofil mit vielen Kurzstrecken verstärkt beide Probleme.
Symptome: DPF-Leuchte, Motorleistungsabfall, erhöhter Verbrauch, gelegentlich unrunder Lauf
+ 4 weitere Motor-Schwachstellen + Fahrzeug-Schwachstellen
Erster Drive-E-Turbovierzylinder mit 2,0 Litern und 140 kW, Volvos vollständig neu entwickelte Motorenfamilie ab 2013. Direkteinspritzung, Twin-Scroll-Turbolader und variable Ölpumpe. Leichter Aluminium-Open-Deck-Block für niedrigen Verbrauch; Thermostatprobleme bei frühen Baujahren beachten.
- !! Zahnriemen – Wechselintervall 120.000 km/8 Jahre ab 130.000 km
Alle Drive-E-Vierzylinder verwenden einen Zahnriemen statt einer Kette. Das Wechselintervall beträgt 120.000–150.000 km (manche Quellen: 12–16 Jahre). Früherer Wechsel bei hoher Laufleistung empfehlenswert.
Symptome: Keine Vorzeichen bei plötzlichem Riss, gelegentliches Quietschen des Riemens bei nachlassendem Spanner - !! Übermäßiger Ölverbrauch durch defekte Kolbenringe (bis MY2016) ab 80.000 km
Drive-E-Motoren der frühen Baujahre (2013–2016) zeigen bekannte Kolbenring-Problematik mit erhöhtem Ölverbrauch. Volvo-Sammelklage in den USA dokumentiert das Problem. Ab MY2016.5 wurden Ringe überarbeitet.
Symptome: Starker Ölverbrauch (1 L / 1.000 km oder mehr), blauer Rauch aus dem Auspuff besonders beim Gasgeben, häufige Ölnachfüllungen nötig - !! Ölverbrauch durch schwache Kolbenringe (VEP4-Problem) ab 50.000 km
Die Drive-E-Vierzylinder (VEP4) wurden mit niederdruck-Kolbenringen ausgestattet um Reibung zu reduzieren. Folge: erhöhter Ölverbrauch, besonders in der frühen Serienphase 2014–2016. Volvo erweiterte die Garantie auf 8 Jahre/160.000 km.
Symptome: Sinkender Ölstand ohne sichtbare Leckagen, blauer Rauch gelegentlich, erhöhter Ölverbrauch über 0,5 l/1000 km
+ 3 weitere Motor-Schwachstellen + Fahrzeug-Schwachstellen
Drive-E-Turbovierzylinder mit 2,0 Litern und 187 kW für die T5-Baureihe. Größerer Turbolader als beim T4 mit höherem Ladedruck für sportlichere Charakteristik. Achtgang-Aisin-Automatik als Standardgetriebe; Ölwechselintervalle konsequent einhalten.
- !! Zahnriemen – Wechsel alle 120.000 km Pflicht ab 120.000 km
Alle Drive-E-T-Varianten haben Zahnriemenantrieb. Beim T5 mit Hochdruckturbo ist der Riemenwechsel besonders wichtig – ein Riss führt zum sofortigen Totalschaden. Empfehlung: frühzeitiger Wechsel bei 100.000 km.
Symptome: Keine Vorzeichen bei plötzlichem Abriss, evtl. Quietschen bei nachlassendem Spanner - !! Ölverbrauch Kolbenringversagen (frühe Drive-E-Serie) ab 80.000 km
Der hochgeleistete T5 Drive-E teilt das Kolbenring-Problem mit dem T4. Besonders betroffen sind Fahrzeuge bis MY2016. Erhöhter Ölverbrauch ist systemisch und wurde in einer Sammelklage erfasst.
Symptome: Ölverbrauch über 0,5 L/1.000 km, blauer Rauch beim Warmstartbeschleunigen, Motoröl-Niveau sinkt zwischen Wechselintervallen stark - !! Zahnriemen-Interval und Spannrolle — kritische Wartung ab 130.000 km
Der Drive-E T5 nutzt einen Zahnriemen (kein Kettenantrieb). Wechselintervall laut Volvo 150.000 Meilen / 10 Jahre, aber Fachleute empfehlen deutlich früher (120.000–150.000 km). Zahnriemenriss führt zu Motorschaden.
Symptome: Keine Frühwarnzeichen typisch — Motorstillstand ohne Vorwarnung bei Riemenriss. Vorbeugung: Kontrollieren auf Rissbildung bei jeder Inspektion
+ 3 weitere Motor-Schwachstellen + Fahrzeug-Schwachstellen
Volvo Drive-E-Twincharged-Motor mit Turbo- und Kompressoraufladung für 235 kW aus 2,0 Litern. Einzigartiger Antriebsstrang mit sequentieller Auf- und Abladung für spontanes Ansprechen bei niedrigen Drehzahlen. Komplexere Wartungsanforderungen durch Doppelaufladung.
- !! Kompressor-Dichtungen verschleißen bei Hochlaufleistung ab 150.000 km
Der Roots-Kompressor des T6 Drive-E neigt ab ca. 150.000–200.000 km zu Dichtungsversagen. Versprödete Kunststoff- und Gummiteile lassen unkontrollierte Luft eintreten. Typischer Fehlercode: P0171 (System zu mager). Reparaturkosten 2.000–5.000€.
Symptome: Leistungseinbruch besonders bei niedrigen Drehzahlen, Fehlerlampe P0171, schlechte Kraftstoffökonomie, Kompressor-Nebengeräusche - !! Zahnriemen – Wechsel durch Kompressorbauart aufwändiger ab 120.000 km
Der Zahnriemenwechsel am T6 ist durch den integrierten Kompressor aufwändiger als bei T4/T5. Arbeitszeit und Kosten sind entsprechend höher. Wechselintervall 120.000 km/8 Jahre gilt auch hier.
Symptome: Keine Vorzeichen, Empfehlung: Prüfung ab 100.000 km - !! Kompressor-Bypassventil defekt (P00C4) ab 100.000 km
Das Bypassventil des T6-Kompressors versagt mechanisch und löst den Fehlercode ECM P00C423 aus. Typisches Problem bei älteren T6-Motoren, das zu Leistungseinbußen und unregelmäßigem Motorbetrieb führt.
Symptome: Unregelmäßige Leistungsentfaltung, Fehlerlampe mit Code P00C4, Leistungsabfall bei Schaltpunkten
+ 1 weitere Motor-Schwachstellen + Fahrzeug-Schwachstellen
Drive-E-Turbovierzylinder mit 48-Volt-Mildhybrid-System (BISG) für die B3-Einstiegsstufe. Der integrierte Startergenerator am Riementrieb liefert Boost beim Beschleunigen und rekuperiert beim Verzögern. Bis zu 15 % Verbrauchsreduktion gegenüber dem konventionellen Benziner.
- !! Zahnriemen – Wechsel wie Drive-E 120.000 km ab 120.000 km
Der MHEV-Basismotor verwendet denselben Zahnriemenantrieb wie alle Drive-E-T-Varianten. Wechselintervall 120.000 km gilt, beim MHEV zusätzlich auf den ISG-Riemenspanner achten.
Symptome: Keine Vorzeichen, Quietschen bei kühlen Starts als Frühzeichen - !! Ölverbrauch durch VEP4-Kolbenringe ab 80.000 km
Alle B4204T34-MHEV-Varianten teilen den Drive-E-Basismotor. Die bekannte Problematik mit Kolbenringen und Ölverbrauch der frühen VEP4-Generation gilt auch hier, besonders bei Fahrzeugen vor dem Produktions-Update 2019.
Symptome: Sinkender Ölstand ohne sichtbare Leckage, gelegentlicher blauer Rauch, mehr als 0,5 l/1000 km Verbrauch - !! 48V-Startergenerator (ISG) Riemen verschleißt ab 100.000 km
Der riemengetriebene 48V-Integrierte-Starter-Generator sitzt am Nebenaggregateriemen. Bei höheren Laufleistungen können Riemen und Riemenscheibe des ISG verschleißen oder zu Schwingungsproblemen führen. Noch wenig Langzeitdaten verfügbar.
Symptome: Vibration beim Motorruckeln, Geräusch beim Anlassen, ISG-Warnleuchte im Kombiinstrument
+ 1 weitere Motor-Schwachstellen + Fahrzeug-Schwachstellen
B4-Variante des Drive-E-MHEV mit 48-Volt-Mildhybrid-Unterstützung und 140 kW Systemleistung. Gleiche Basis wie B3, aber höherer Ladedruck für mehr Durchzug. Geeignet für komfortable Langstreckenfahrten; regelmäßige Überprüfung des 48-V-Bordnetzes bei km-Ständen über 100.000.
- !! Zahnriemen – Wechsel wie Drive-E 120.000 km ab 120.000 km
Der MHEV-Basismotor verwendet denselben Zahnriemenantrieb wie alle Drive-E-T-Varianten. Wechselintervall 120.000 km gilt, beim MHEV zusätzlich auf den ISG-Riemenspanner achten.
Symptome: Keine Vorzeichen, Quietschen bei kühlen Starts als Frühzeichen - !! Ölverbrauch durch VEP4-Kolbenringe ab 80.000 km
Alle B4204T34-MHEV-Varianten teilen den Drive-E-Basismotor. Die bekannte Problematik mit Kolbenringen und Ölverbrauch der frühen VEP4-Generation gilt auch hier, besonders bei Fahrzeugen vor dem Produktions-Update 2019.
Symptome: Sinkender Ölstand ohne sichtbare Leckage, gelegentlicher blauer Rauch, mehr als 0,5 l/1000 km Verbrauch - !! 48V-Startergenerator (ISG) Riemen verschleißt ab 100.000 km
Der riemengetriebene 48V-Integrierte-Starter-Generator sitzt am Nebenaggregateriemen. Bei höheren Laufleistungen können Riemen und Riemenscheibe des ISG verschleißen oder zu Schwingungsproblemen führen. Noch wenig Langzeitdaten verfügbar.
Symptome: Vibration beim Motorruckeln, Geräusch beim Anlassen, ISG-Warnleuchte im Kombiinstrument
+ 1 weitere Motor-Schwachstellen + Fahrzeug-Schwachstellen
B5-Mildhybrid mit 48-Volt-System und 184 kW Systemleistung für die sportlichere Fahrdynamik. Twin-Scroll-Turbolader und integrierter Startergenerator für spontanes Ansprechen und Kraftstoffeinsparung. Achtgang-Geartronic als Standard; bei Allradversionen Haldex-Kupplung prüfen.
- !! Zahnriemen – Wechsel wie Drive-E 120.000 km ab 120.000 km
Der MHEV-Basismotor verwendet denselben Zahnriemenantrieb wie alle Drive-E-T-Varianten. Wechselintervall 120.000 km gilt, beim MHEV zusätzlich auf den ISG-Riemenspanner achten.
Symptome: Keine Vorzeichen, Quietschen bei kühlen Starts als Frühzeichen - !! Ölverbrauch durch VEP4-Kolbenringe ab 80.000 km
Alle B4204T34-MHEV-Varianten teilen den Drive-E-Basismotor. Die bekannte Problematik mit Kolbenringen und Ölverbrauch der frühen VEP4-Generation gilt auch hier, besonders bei Fahrzeugen vor dem Produktions-Update 2019.
Symptome: Sinkender Ölstand ohne sichtbare Leckage, gelegentlicher blauer Rauch, mehr als 0,5 l/1000 km Verbrauch - !! 48V-Startergenerator (ISG) Riemen verschleißt ab 100.000 km
Der riemengetriebene 48V-Integrierte-Starter-Generator sitzt am Nebenaggregateriemen. Bei höheren Laufleistungen können Riemen und Riemenscheibe des ISG verschleißen oder zu Schwingungsproblemen führen. Noch wenig Langzeitdaten verfügbar.
Symptome: Vibration beim Motorruckeln, Geräusch beim Anlassen, ISG-Warnleuchte im Kombiinstrument
+ 1 weitere Motor-Schwachstellen + Fahrzeug-Schwachstellen
Stärkste Mildhybrid-Variante mit 48-Volt-System und 228 kW aus dem 2,0-Liter-Drive-E-Twincharger. Turbo und Kompressor kombiniert für maximalen Durchzug; 48-V-ISG für Rekuperation und Boost. Sportlichste Alltagsoption ohne Hochvoltbatterie im Volvo-Portfolio.
- !! Zahnriemen – Wechsel wie Drive-E 120.000 km ab 120.000 km
Der MHEV-Basismotor verwendet denselben Zahnriemenantrieb wie alle Drive-E-T-Varianten. Wechselintervall 120.000 km gilt, beim MHEV zusätzlich auf den ISG-Riemenspanner achten.
Symptome: Keine Vorzeichen, Quietschen bei kühlen Starts als Frühzeichen - !! Ölverbrauch durch VEP4-Kolbenringe ab 80.000 km
Alle B4204T34-MHEV-Varianten teilen den Drive-E-Basismotor. Die bekannte Problematik mit Kolbenringen und Ölverbrauch der frühen VEP4-Generation gilt auch hier, besonders bei Fahrzeugen vor dem Produktions-Update 2019.
Symptome: Sinkender Ölstand ohne sichtbare Leckage, gelegentlicher blauer Rauch, mehr als 0,5 l/1000 km Verbrauch - !! 48V-Startergenerator (ISG) Riemen verschleißt ab 100.000 km
Der riemengetriebene 48V-Integrierte-Starter-Generator sitzt am Nebenaggregateriemen. Bei höheren Laufleistungen können Riemen und Riemenscheibe des ISG verschleißen oder zu Schwingungsproblemen führen. Noch wenig Langzeitdaten verfügbar.
Symptome: Vibration beim Motorruckeln, Geräusch beim Anlassen, ISG-Warnleuchte im Kombiinstrument
+ 1 weitere Motor-Schwachstellen + Fahrzeug-Schwachstellen
Drive-E-Verbrenner in der T8-Plug-in-Hybridkonfiguration mit Twincharging und Heckachsen-Elektromotor. Verbrenner allein leistet 235 kW, Systemleistung beträgt 298-340 kW je Baujahr. Achtstufige Geartronic-Automatik vorne, E-Motor an der Hinterachse für Allradantrieb.
- !! ERAD-Hinterachsmotor Kupplungsversagen ab 80.000 km
Der frühe ERAD-Hinterachselektromotor (2016–2017, Siemens-Ausführung) litt unter Kupplungspaketversagen. Metallspäne kontaminierten das Differenzialöl, was zu progressivem Lagerverschleiß führte. Reparaturkosten beim Händler über 8.000€.
Symptome: Mahlgeräusche oder Klacken von der Hinterachse, Rucken unter Beschleunigung, Verlust des elektrischen Hinterradantriebs - !! Rückruf: Batteriebrandrisiko durch LG-Fertigungsfehler
Volvo rief 2021–2022 rund 73.000 PHEV-Fahrzeuge (S60, V60, S90, V90, XC60, XC90) wegen Brandgefahr durch fehlerhafte LG-Batteriezellen zurück. Betroffene sollten nicht laden bis zur Inspektion.
- !! Hochvolbatterie-Degradierung schneller als erwartet
Einige T8-PHEV-Besitzer berichten über Reichweitenverluste von 20% oder mehr im ersten Jahr. Volvo akzeptierte laut Forumberichten 25% Reichweitenverlust im ersten Jahr als 'innerhalb der Spezifikation'. Verbesserungen ab 2022er Modellen.
Symptome: Deutlich reduzierte Elektro-Reichweite nach 1–2 Jahren, häufigeres Einspringen des Verbrenners
+ 1 weitere Motor-Schwachstellen + Fahrzeug-Schwachstellen
Fahrzeug-Schwachstellen
| Schwachstelle | Kosten | |
|---|---|---|
| Lose Muttern und Schrauben an der Hinterachse Bei XC60 II-Exemplaren zwischen September 2018 und April 2019 können Muttern und Schrauben an der Hinterachse zu lose sein. Fahrzeugverhalten kann sich abrupt ändern; Rückrufstatus prüfen. Symptome: Veränderte Fahrstabilität, Klopfgeräusche aus dem Heck, ungleichmäßiger Reifenverschleiß Anzeige Spurstange Volvo Hinterachse | Günstig | |
| Rückruf: Lose Schrauben Hinterachse Spurstange Lose Flanschenmuttern an der hinteren Spurstange können das Fahrverhalten abrupt verschlechtern. Rückruf bei Volvo-Händler prüfen lassen; betrifft S60 und V60 ab September 2018. Symptome: Plötzliche Kursabweichung, ungleichmäßiger Reifenverschleiß hinten Anzeige Spurstange Volvo Hinterachse | Günstig | |
| Vorderachse: Traggelenke und Buchsen verschleißen früh TÜV-Berichte kritisieren beim V60 III erhöhten Verschleiß an Spurstangenköpfen, Traggelenken und Fahrwerksbuchsen der Vorderachse. Bei schweren Motorisierungen oder sportlicher Fahrweise tritt dies früher auf. Symptome: Lenkung hat Spiel oder Knackgeräusche beim Einlenken, Fahrzeug zieht beim Bremsen zur Seite, Geräusche beim Überfahren von Bodenwellen. ab 80.000 km | Mittel | |
| Spurstangenköpfe und Fahrwerkslager verschleißen Bei hohen Laufleistungen werden verschlissene Spurstangenköpfe, Kugelgelenke und Fahrwerksbuchsen am S60 II/V60 I häufig von TÜV-Prüfern beanstandet. Das Fahrzeug zeigt sich beim Reifenverschleiß sehr anspruchsvoll. Symptome: Lenkspiel nimmt zu, einseitiger Reifenverschleiß vorne, leichtes Schlagen beim Einlenken auf Kopfsteinpflaster ab 120.000 km | Günstig |
Prüfberichte
TÜV Report 2024
Der V60 II überzeugt beim TÜV mit vorbildlicher Bremsfunktion und insgesamt unterdurchschnittlichen Mängelquoten.
2024-09Alternativen
Citroën C5 X I
Mittelklasse (2022–2026)
Hyundai Ioniq 6 CE
Mittelklasse (2022–2026)
BMW i4 G26
Mittelklasse (2021–2026)
Kia K5 DL3
Mittelklasse (2021–2024)
Lexus IS XE30-FL
Mittelklasse (2021–2025)
BMW 4er G22
Mittelklasse (2020–2026)
Weiter stöbern
Bekannte Probleme und Mängel +
Für den Volvo V60 2 (2018–2024) sind insgesamt 71 Schwachstellen dokumentiert — davon 50 motorbezogen und 21 am Fahrzeug. Ein Problemmotor: D4204T14 (2.0L D4 Drive-E). Typische Mängel betreffen Fahrwerk, Elektronik, Kühlung, Getriebe.
V60 (D4204T9, 2018–2022) — Aufpassen: EGR-Kühler versottet – Brandrisiko, Zahnriemen-Wartung zwingend einhalten, DPF-Verstopfung bei Kurzstreckenbetrieb. Leistung: 150 PS.
V60 (D4204T14, 2018–2022) — Finger weg!: EGR-Rückruf wegen Brandrisiko (wie D3), Turboladerausfall — Schaufelrad-Bruch, DPF-Probleme durch hohe EGR-Rußlast. Leistung: 190–197 PS.
V60 (B4204T19, 2018–2024) — Aufpassen: Zahnriemen – Wechselintervall 120.000 km/8 Jahre, Übermäßiger Ölverbrauch durch defekte Kolbenringe (bis MY2016), Ölverbrauch durch schwache Kolbenringe (VEP4-Problem). Leistung: 190–197 PS.
V60 (B4204T23, 2018–2024) — Aufpassen: Zahnriemen – Wechsel alle 120.000 km Pflicht, Ölverbrauch Kolbenringversagen (frühe Drive-E-Serie), Zahnriemen-Interval und Spannrolle — kritische Wartung. Leistung: 250–253 PS.
V60 (B4204T27, 2018–2024) — Aufpassen: Kompressor-Dichtungen verschleißen bei Hochlaufleistung, Zahnriemen – Wechsel durch Kompressorbauart aufwändiger, Kompressor-Bypassventil defekt (P00C4). Leistung: 317–326 PS.
V60 (B4204T34-B3, 2020–2024) — Aufpassen: Zahnriemen – Wechsel wie Drive-E 120.000 km, Ölverbrauch durch VEP4-Kolbenringe, 48V-Startergenerator (ISG) Riemen verschleißt. Leistung: 163 PS.
V60 (B4204T34-B4, 2020–2024) — Aufpassen: Zahnriemen – Wechsel wie Drive-E 120.000 km, Ölverbrauch durch VEP4-Kolbenringe, 48V-Startergenerator (ISG) Riemen verschleißt. Leistung: 190–197 PS.
V60 (B4204T34-B5, 2020–2024) — Aufpassen: Zahnriemen – Wechsel wie Drive-E 120.000 km, Ölverbrauch durch VEP4-Kolbenringe, 48V-Startergenerator (ISG) Riemen verschleißt. Leistung: 250–253 PS.
V60 (B4204T34-B6, 2020–2024) — Aufpassen: Zahnriemen – Wechsel wie Drive-E 120.000 km, Ölverbrauch durch VEP4-Kolbenringe, 48V-Startergenerator (ISG) Riemen verschleißt. Leistung: 303–317 PS.
V60 (B4204T35, 2018–2021) — Aufpassen: ERAD-Hinterachsmotor Kupplungsversagen, Rückruf: Batteriebrandrisiko durch LG-Fertigungsfehler, Hochvolbatterie-Degradierung schneller als erwartet. Leistung: 317–326 PS.
Worauf beim Volvo V60 achten? Die detaillierte Auflistung aller Motor- und Fahrzeug-Schwachstellen findest du in den Abschnitten oben.
Häufige Fragen
Welche Probleme und Schwachstellen hat der Volvo V60 2? +
Worauf muss ich beim Volvo V60 2 Gebrauchtwagen achten? +
Welcher Motor ist empfehlenswert? +
Welcher Volvo V60 2 Motor macht am meisten Spaß? +
Lohnt sich der Volvo V60 2 als Gebrauchtwagen? +
Welche PS-Varianten gibt es beim Volvo V60 2? +
Letzte Aktualisierung: Februar 2026 · Alle Angaben ohne Gewähr