Volvo V70
Hochleistungs-Turbofünfzylinder mit 221 kW speziell für die R-Modelle von Volvo. Hochdruckaufladung für 221 kW und 400 Nm, nur in Kombination mit Allradantrieb. Wartungsintensiv; Turbolader und Ölversorgung erfordern besondere Aufmerksamkeit bei hochbeanspruchten Fahrzeugen.
Volvo R – der Beweis, dass Volvo Sport kann
300 PS AWD-Turbofünfzylinder, FOUR-C-Fahrwerk, Laplacian-blau beleuchtet: Der S60R/V70R ist Volvo-Fahrspaß auf höchstem Niveau – ein Kultfahrzeug.
Motor-Schwachstellen 4
Der hochgezüchtete R-Motor erzeugt mehr Blow-by als Standardmotoren. PCV-System muss absolut dicht sein. Verstopfter Abscheider führt schnell zu Dichtungsschäden und Ölverlust.
Symptome: Ölnebel aus Entlüftung, starke Ölleckage an Motorsrückseite, erhöhter Ölverbrauch ab 5.000 km Ölwechselintervall.
Der im R-Motor stark belastete Turbolader zeigt bei vernachlässigten Ölwechseln oder minderwertigen Ölen frühzeitigen Lagerverschleiß. Kaltstart ohne Ölvorwärmung begünstigt Schäden.
Symptome: Pfeifendes oder rasselndes Turbogeräusch, Leistungsabfall, blauer Rauch, Öl im Ladeluftkühler sichtbar.
Wechselintervall 160.000 km. Im S60R/V70R besonders wichtig da Totalschaden durch Riemenabriss aufgrund der Hochleistungsauslegung noch teurer wird. Inklusive Wasserpumpe wechseln.
Symptome: Kein Vorwarnsignal. Bei Riss sofortiger Motorschaden durch Ventilkollision.
Durch erhöhten Kurbelgehäusedruck (oft infolge verstopftem PCV) versagt die hintere Kurbelwellendichtung. Öl tropft auf Kupplung oder Drehmomentwandler.
Symptome: Ölflecken unter dem Fahrzeug mittig, Ölleckage am Getriebeübergang, bei Schaltgetriebe Kupplung rutscht.
Fahrzeug-Schwachstellen 11
Die Schweller des V70 I (P2-Plattform) neigen zur Durchrostung von innen, da Feuchtigkeit in die Hohlräume eindringt. Besonders die rechte Seite ist betroffen. Vollständige Durchrostung macht teure Karosseriearbeit nötig.
Die Wasserpumpe wird beim Zahnriemenwechsel mitgewechselt. Wird dieser Schritt weggelassen, kann die Pumpe kurze Zeit später ausfallen und Motorüberhitzung verursachen. Standardmäßig alle 130.000 km oder 8 Jahre wechseln.
Die Vorderachse des V70 II gilt als große Schwachstelle: Defekte Querlenker und Motorlager verschleißen häufig und werden von TÜV-Prüfern regelmäßig beanstandet. Die Reparatur ist aufwendig.
Das Geartronic-Automatikgetriebe im S60 I und V70 II verlangt alle 50.000–60.000 km einen Ölwechsel, obwohl Volvo es als wartungsfrei bezeichnet. Fehlende Ölwechsel führen zu ruckartigem Schalten und teuren Folgeschäden.
Querlenker und Radlager der Vorderachse verschleißen frühzeitig. Motorhalterungen neigen zu Geräuschen bei Beschleunigung und Abbremsen. Reparatur der Vorderachse kostet 500–900 €.
Die Haldex-Kupplung der AWD-Modelle versagt bei fehlender Ölwechsel-Wartung oder hoher Laufleistung. Regelmäßiger Ölwechsel alle 30.000 km ist essenziell.
Die mechanische Feststellbremse zeigt bei vielen S60 I und V70 II eine unzureichende Haltekraft, was bei der Hauptuntersuchung beanstandet wird. Seilzüge und Bremssattel hinten prüfen.
Frühe V70-II-Benziner (Baujahr 2000–2002) verwenden eine Drosselklappe von Magneti-Marelli, die frühzeitig verschleißt. Leerlaufschwanken und Absterbneigung sind klassische Symptome.
Das Lenkgetriebe des V70 II verliert über die Zahnstangendichtungen Servoöl. Schwer werdendes Lenkrad und Öl am Unterboden sind typische Zeichen. Instandsetzung kostet 400–600 Euro, Komplettaustausch bis 1.300 Euro.
Das Audio- und Navigationssystem der P2-Plattform (S60 I, V70 II, XC70 I) versagt durch kalte Lötstellen im RTI-Steuergerät. Ein Austausch kostet 700 Euro und mehr; professionelles Nachlöten ist günstiger.
Die Motorlager des V70 I werden bei höheren Laufleistungen weich oder reißen. Ruckendes Anfahren und Klopfgeräusche bei Last- und Gaswechseln sind typische Folgen. Wechsel kostet etwa 200–400 Euro.