Volvo XC40
Dreizylinder-Turbobenziner mit 1,5 Litern aus Volvos CMA-Plattform (Compact Modular Architecture). Leichter und kompakter als der 2,0-Liter mit akzeptablem Schwingungsverhalten durch Ausgleichswelle. Für städtischen Betrieb und gelegentliche Überland-Ausflüge ausgelegt.
Zu wenig für dieses SUV
Dreizylinder im XC40 – tapfer, aber ohne Überzeugung. Das SUV verdient einen stärkeren Motor.
Motor-Schwachstellen 4
Der B3154T-Dreizylinder nutzt ebenfalls Zahnriemenantrieb. Wechselintervall 120.000 km. Der Dreizylinder erzeugt mehr Vibrationen, die den Riemenspanner früher belasten können.
Symptome: Vibrationen im Leerlauf bei schlechtem Motorlager, Riemenspanner-Geräusche
Der 1,5-Liter-Dreizylinder-Turbo des XC40 ist durch seine Bauart stärker bei Ölverbrauch gefährdet als größere Vierzylinder. Turboölversorgung und Kolbenringe müssen sorgfältig gewartet werden.
Symptome: Sinkender Ölstand, gelegentlicher blauer Rauch bei Last, leicht erhöhter Verbrauch
Der 1,5-Liter-Dreizylinder-Turbo des XC40 arbeitet an seiner Leistungsgrenze. Turboladerwellendichtungen neigen bei unzureichendem Öl-Nachlaufbetrieb oder mangelhafter Ölqualität zum Verschleiß. Mindestens 30 Sekunden Nachlaufen nach Vollgasfahrten empfohlen.
Symptome: Blauer Rauch aus dem Auspuff, Öl im Ladeluftkühler, erhöhter Ölverbrauch unter Last.
Der XC40 T5 Recharge PHEV zeigt in frühen Baujahren Verzögerungen beim Wechsel zwischen Elektro- und Benzinmodus. Ruckartige Leistungsübergabe besonders auf Überlandstraßen. Softwareupdates lindern das Problem, vollständige Behebung noch offen.
Symptome: Deutliche Pause beim Umschalten Elektro→Benzin, Rucken beim Überholen, gelegentlicher Motorfehler.
Fahrzeug-Schwachstellen 8
Der XC40 I war von einem Rückruf betroffen: Fehlerhafte Schweißnähte in der Hydraulikbremseinheit können ABS, ESC und automatische Notbremsung deaktivieren. Vor Kauf prüfen, ob Rückruf durchgeführt wurde.
Beim XC40 Recharge und T5 Twin Engine tritt in seltenen Fällen eine unvermittelte Hochvoltabschaltung auf. Das Fahrzeug verliert abrupt die elektrische Antriebsunterstützung, die Warnanzeigen leuchten auf. Ursache ist ein Fehler in der Hochvoltelektronik.
Schweller und der Träger der Vorderachse zeigen frühzeitig Rostansätze, besonders bei Fahrzeugen aus Salzstraßen-Regionen. Übergänge an Schwellern und Fahrzeugboden waren werkseitig nicht optimal abgedichtet.
Dreizylinder-Modelle der Baujahre 2018 und 2019 können nach Start-Stopp-Aktivierung nicht mehr anspringen. Software-Update durch Volvo-Händler behebt das Problem dauerhaft.
Beim XC40 I (D3, T4, T5) fällt der Klimakompressor vorzeitig aus. Typischerweise nach 20.000-50.000 km schon zu hören durch Rasseln beim Einschalten der Klimaanlage. Reparatur erfordert Kompressortausch, Filterwechsel und Systemspülung.
Das Infotainmentsystem des XC40 I friert ein oder stürzt ab, besonders bei Modellen der Baujahre 2018–2020. Bluetooth-Kopplung und Klimasteuerung sind ebenfalls betroffen. Software-Updates verbessern die Stabilität.
Elektronische Türgriffe versagen nach 30.000–45.000 km, besonders bei extremen Temperaturen. Betroffen sind alle Varianten des XC40 der ersten Generation.
Knarzende oder quietschende Fahrersitze sind beim XC40 I ein häufig in Foren genanntes Komfortproblem. Die Geräusche entstehen an den Sitzschienen oder -verbindungen und lassen sich oft nur durch Neueinstellung oder Lagertausch beheben.
Berichte & Tests
Der XC40 zeigt sich beim TÜV solide, erreicht aber nicht das Niveau des größeren XC60.