Volvo XC40
B4-Variante des Drive-E-MHEV mit 48-Volt-Mildhybrid-Unterstützung und 140 kW Systemleistung. Gleiche Basis wie B3, aber höherer Ladedruck für mehr Durchzug. Geeignet für komfortable Langstreckenfahrten; regelmäßige Überprüfung des 48-V-Bordnetzes bei km-Ständen über 100.000.
Ordentlicher MHEV-Antrieb
145 kW MHEV im XC40: spürbar flinker als der B3. Kein Sportler, aber für den Alltag gut aufgestellt.
Motor-Schwachstellen 4
Der MHEV-Basismotor verwendet denselben Zahnriemenantrieb wie alle Drive-E-T-Varianten. Wechselintervall 120.000 km gilt, beim MHEV zusätzlich auf den ISG-Riemenspanner achten.
Symptome: Keine Vorzeichen, Quietschen bei kühlen Starts als Frühzeichen
Alle B4204T34-MHEV-Varianten teilen den Drive-E-Basismotor. Die bekannte Problematik mit Kolbenringen und Ölverbrauch der frühen VEP4-Generation gilt auch hier, besonders bei Fahrzeugen vor dem Produktions-Update 2019.
Symptome: Sinkender Ölstand ohne sichtbare Leckage, gelegentlicher blauer Rauch, mehr als 0,5 l/1000 km Verbrauch
Der riemengetriebene 48V-Integrierte-Starter-Generator sitzt am Nebenaggregateriemen. Bei höheren Laufleistungen können Riemen und Riemenscheibe des ISG verschleißen oder zu Schwingungsproblemen führen. Noch wenig Langzeitdaten verfügbar.
Symptome: Vibration beim Motorruckeln, Geräusch beim Anlassen, ISG-Warnleuchte im Kombiinstrument
Der gemeinsame Drive-E-Basismotor der MHEV-Varianten teilt die PCV-Schwäche. Verstopfte Kurbelgehäuseentlüftung erhöht den Öldruck auf Dichtungen, fördert Ölverbrauch und kann den ISG durch Öleintrag beeinträchtigen.
Symptome: Ölfilm im Ansaugbereich, Überdruck am Öldeckel, erhöhter Ölverbrauch
Fahrzeug-Schwachstellen 9
Der XC40 I war von einem Rückruf betroffen: Fehlerhafte Schweißnähte in der Hydraulikbremseinheit können ABS, ESC und automatische Notbremsung deaktivieren. Vor Kauf prüfen, ob Rückruf durchgeführt wurde.
Beim XC40 Recharge und T5 Twin Engine tritt in seltenen Fällen eine unvermittelte Hochvoltabschaltung auf. Das Fahrzeug verliert abrupt die elektrische Antriebsunterstützung, die Warnanzeigen leuchten auf. Ursache ist ein Fehler in der Hochvoltelektronik.
Einige XC40 I mit Powershift-Doppelkupplungsgetriebe zeigen ruckeliges Anfahren und zögerliche Schaltungen. Das Phänomen tritt besonders bei niedrigen Temperaturen und niedrigen Geschwindigkeiten auf.
Schweller und der Träger der Vorderachse zeigen frühzeitig Rostansätze, besonders bei Fahrzeugen aus Salzstraßen-Regionen. Übergänge an Schwellern und Fahrzeugboden waren werkseitig nicht optimal abgedichtet.
Dreizylinder-Modelle der Baujahre 2018 und 2019 können nach Start-Stopp-Aktivierung nicht mehr anspringen. Software-Update durch Volvo-Händler behebt das Problem dauerhaft.
Beim XC40 I (D3, T4, T5) fällt der Klimakompressor vorzeitig aus. Typischerweise nach 20.000-50.000 km schon zu hören durch Rasseln beim Einschalten der Klimaanlage. Reparatur erfordert Kompressortausch, Filterwechsel und Systemspülung.
Das Infotainmentsystem des XC40 I friert ein oder stürzt ab, besonders bei Modellen der Baujahre 2018–2020. Bluetooth-Kopplung und Klimasteuerung sind ebenfalls betroffen. Software-Updates verbessern die Stabilität.
Elektronische Türgriffe versagen nach 30.000–45.000 km, besonders bei extremen Temperaturen. Betroffen sind alle Varianten des XC40 der ersten Generation.
Knarzende oder quietschende Fahrersitze sind beim XC40 I ein häufig in Foren genanntes Komfortproblem. Die Geräusche entstehen an den Sitzschienen oder -verbindungen und lassen sich oft nur durch Neueinstellung oder Lagertausch beheben.
Berichte & Tests
Der XC40 zeigt sich beim TÜV solide, erreicht aber nicht das Niveau des größeren XC60.