Volvo XC70
Erster Turbo in Volvos Fünfzylinder-Familie mit niedrigem Verdichtungsverhältnis und Niederdruck-Turbolader. Liefert gleichmäßiges Drehmoment über ein breites Drehzahlband. Kettenantrieb, solide Verarbeitung mit bekanntem Schwerpunkt auf Langlebigkeit.
Klassischer Volvo T5
Der legendäre Turbofünfzylinder mit unverwechselbarem Sound und saftigem Turboschub. Volvo-Fahrspaß pur.
Motor-Schwachstellen 4
Das Electronic Throttle Module (ETM) hat eine verschleißende Kohlebahn im Positionssensor. Bei Ausfall landet das Fahrzeug im Notlaufprogramm. Ältere Motoren sind häufig betroffen.
Symptome: Motor läuft unruhig, geht aus wenn man bremst, Leerlauf springt auf/ab, ETS-Warnleuchte leuchtet, Fahrzeug geht in Limp-Home.
Zahnriemenwechsel alle 160.000 km. Der CVVT-Nockenwellensteller am Abgasnocken macht den Einbau komplexer. Bei rauem Steller oder defektem Magnetventil entstehen Nockenwellenfehler P0340/P0365.
Symptome: Motorsteuerleuchte, Ruckeln beim Beschleunigen, hartes Anspringen, nach Zahnriemenwechsel Nockenwellensensorfehler.
Kunststoffschläuche und Ölabscheider verspröden durch Hitze und Ölnebel. Verstopfungen erzeugen Unterdruck im Kurbelgehäuse, der Öl aus Nockenwellen- und Kurbelwellendichtungen drückt.
Symptome: Pfeifendes Sauggeräusch im Motorraum, Ölaustritt an Hinterdichtung, Ölverbrauch steigt, Rückseite Motor ölig.
Bei höheren Laufleistungen verschleißen die Wellendichtungen des Turboladers. Öl gelangt in den Ansaugtrakt und verbrennt im Brennraum, was zu blauem Auspuffrauch führt.
Symptome: Blauer Rauch aus Auspuff beim Gasgeben nach Schubbetrieb, erhöhter Ölverbrauch, Ölnebel im Luftfiltergehäuse.
Fahrzeug-Schwachstellen 21
Der hintere Hilfsrahmen des XC70 I (P2-Plattform, vor 2007) ist bekannt für Rostbefall. Starke Korrosion erfordert einen teuren Austausch der gesamten Hinterachskonstruktion. Ursache sind mangelnde Hohlraumversiegelung und Streusalz.
Das Verdecksystem des C70 I Cabrios ist komplex und anfällig. Steuergeräte, Sensoren und Hydraulikpumpen versagen häufig; Reparaturen sind teuer und erfordern Spezialwerkzeug.
Der C70 I leidet wie andere Volvo-Modelle dieser Ära an Zylinderkopfproblemen. Reparaturen können 7.000 € übersteigen; Kühlmittelstand und -farbe vor dem Kauf unbedingt prüfen.
Die Vorderachse des V70 II gilt als große Schwachstelle: Defekte Querlenker und Motorlager verschleißen häufig und werden von TÜV-Prüfern regelmäßig beanstandet. Die Reparatur ist aufwendig.
Das Geartronic-Automatikgetriebe im S60 I und V70 II verlangt alle 50.000–60.000 km einen Ölwechsel, obwohl Volvo es als wartungsfrei bezeichnet. Fehlende Ölwechsel führen zu ruckartigem Schalten und teuren Folgeschäden.
Querlenker und Radlager der Vorderachse verschleißen frühzeitig. Motorhalterungen neigen zu Geräuschen bei Beschleunigung und Abbremsen. Reparatur der Vorderachse kostet 500–900 €.
Die Haldex-Kupplung der AWD-Modelle versagt bei fehlender Ölwechsel-Wartung oder hoher Laufleistung. Regelmäßiger Ölwechsel alle 30.000 km ist essenziell.
Die mechanische Feststellbremse zeigt bei vielen S60 I und V70 II eine unzureichende Haltekraft, was bei der Hauptuntersuchung beanstandet wird. Seilzüge und Bremssattel hinten prüfen.
Die Gummibuchsen in den vorderen Querlenkern des XC70 I verschleißen früh – oft schon bei 50.000 km. Klopfende Geräusche über Schlaglöcher und Lenkunschärfe sind die Folge. Austausch beider Querlenker empfohlen.
Die Haldex-Ölpumpe des XC70 I verschleißt bei ausbleibendem Ölwechsel und verliert ihre Förderleistung. Folge: kein Antrieb auf der Hinterachse, schlechte Traktion auf Schnee und losen Untergründen.
Wie beim V70 II und S60 I neigt auch das XC70-I-Lenkgetriebe zur Leckage der Zahnstangendichtungen. Bei vernachlässigtem Ölstand kann die Servolenkungspumpe beschädigt werden.
Die vorderen Radlager des XC70 I sind aufgrund des höheren Fahrzeuggewichts und des Allradbetriebs stärker beansprucht als beim V70. Geräuschentwicklung ab 80.000–120.000 km ist typisch.
Rost entsteht zuverlässig unter den Fensterdichtungen des C70 I. Türunterkanten gammeln ebenfalls gerne durch – besonders die hinterste Auspuffhalterung ist schon im 5. Jahr korrodiert.
Der C70 I Cabrio rostet bevorzugt an den Radlaufinnenseiten und Schwellerendspitzen. Feuchtigkeitseintrag durch fehlende oder verschlissene Radlaufabdeckungen beschleunigt den Verfall. Optisch oft nur durch Lackblasen erkennbar.
Die Vorderachse des C70 I teilt die bekannten P80/P2-Schwachstellen: Querlenkergelenke, Domlager und Stabilisatorbuchsen verschleißen bei höheren Laufleistungen. TÜV-Kritik an ausgeschlagenen Gelenken ist häufig.
Das Automatikgetriebe des C70 I zeigt bei vernachlässigtem Ölwechsel Schaltprobleme: hartes Schalten, verzögertes Einlegen von Rückwärtsgang und gelegentliches Hängen in einem Gang. Ölwechsel alle 60.000 km empfohlen.
Die elektrischen Fensterheber des C70 I Cabrio neigen zu Kabelrissen und Seilumlenkungsausfällen. Die Scheibe lässt sich dann nicht mehr schließen – besonders ärgerlich beim Verdeck. Typisches Problem nach 10 Jahren.
Das ABS-Steuergerät im C70 I leidet unter kalten Lötstellen auf der Platine. ABS-Warnleuchte leuchtet dauerhaft, ABS fällt komplett aus. Reflow-Löten als günstige Reparatur möglich, Austausch deutlich teurer.
Das Audio- und Navigationssystem der P2-Plattform (S60 I, V70 II, XC70 I) versagt durch kalte Lötstellen im RTI-Steuergerät. Ein Austausch kostet 700 Euro und mehr; professionelles Nachlöten ist günstiger.
Wie bei allen Volvo-Modellen der späten 1990er Jahre fällt das Radio-/Navigationssteuergerät durch kalte Lötstellen aus. Austauschgeräte aus dem Schlachthof sind kostengünstig.
Die Klimaanlage des C70 I verliert bei älteren Fahrzeugen Kältemittel über poröse Leitungen und den Kompressor. Im Cabrio-Betrieb wird die Klimaanlage stärker beansprucht. Erneuerung des Kompressors oder Befüllung nötig.